Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 8 (1911)
- Issue
- Heft 7-9
- Article
- Was am meisten nottut...
- Date
- 1911-01-01
- Page
- Seite 183 (sequence 4)
- Language
- German
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- Odesa 1× ep/1000834
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elementaren Begriffe des unmittelbaren Palästinismus so nahe kommt, und ich bin überzeugt, daß, wenn mehr Boden tatsächlich in Palästina vom Nationalfonds erworben und dies allgemein bekannt wird, die Einkünfte des Nationalfonds sich verdoppeln und verdreifachen werden. Dagegen bietet die größten Schwierigkeiten das Auftreiben der Schekel, des Organisationsbeitrages, des Parteifonds etc. Es werden wohl noch viele Jahre vergehen, bis die Aufnahmefähigkeit Palästinas so weit gesteigert werden wird, um einigermaßen ununterbrochen den fließenden Emigrationsstrom aufnehmen zu können. Betrifft doch der Durchschnitt desselben in den letzten 10 Jahren nicht weniger als 90 Tausend Personen. Demgegenüber ist der Durchschnitt der in den letzten Jahren sich in Palästina Angesiedelten ungemein gering. Wir haben zwar keine zuverlässige Statistik, um die Ansiedlung in Palästina ziffernmäßig festzustellen, doch besitzen wir in den Ziffern der Emigration nach Palästina über den Odessaer Hafen, soweit dieselben von der Registration durch das Odessaer Informationsbureau erfaßt sind (und dieses ist für den allergrößten Teil der Fall), einen ganz wichtigen Anhaltspunkt. Laut dieser Information haben in den letzten fünf Jahren 1905—1909 auf dem Wege nach Palästina 10.986 Personen oder 2197 im jährlichen Durchschnitt Odessa passiert. In dieser kleinen Ziffer liegt die Erklärung der gesamten Situation. Bis wir nicht die Aufnahmefähigkeit Palästinas auf 10 Tausend pro Jahr gebracht haben, können wir nicht bei der großen Masse als ernster realer Faktor des jüdischen Lebens zur Geltung kommen, und da liegt der Punkt, wo der palästinensische Schuh uns am meisten drückt. S\ Palästinaausstellung auf dem zehnten Kongreß. Für den bevorstehenden Kongreß wird auf Antrag des zionistischen Aktionskomitee und des Vorstandes der Chowewei-Zion eine Ausstellung eröffnet, welche in Gegenstand, Bild und Wort etwas von dem bereits Errungenen in Palästina vorführen will. Ein Teil bezieht sich vor allem auf die jüdischen Kolonien und ihre wirtschaftliche Entwicklung. Hiefür soll besonders Herr Agronom Meyerowilz in Rischon le Zion eifrige Vorsorge getroffen haben. Diese Abteilung wird umfassen : Landschaftsbilder, Bodenarten, Getreidearten, Rohprodukte zu weiterer industrieller Verwertung (Oliven, Ricinus, Baumwolle, Eukalyptus etc.), Baumfrüchte, Gemüse, Seidenzucht; geschichtliches Material. Die zweite Abteilung wird von der Lehrerorganisation veranstaltet. Sie umfaßt: 1. Daten und Materiale über die bisherige Entwicklung der Schulen, 2. Bibliotheken und Zeitungen, ferner Druckwesen in Palästina, 3. kulturelle Vereinigungen, z. B. die Tätigkeit der hebräischen Bühne.