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Palästina · 1911-01-01 · Heft 7-9 · p. Seite 180

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Journal
Palästina
Volume
8 (1911)
Issue
Heft 7-9
Article
Die Arbeitsmöglichkeiten des Jüdischen Nationalfonds in Palästina
Date
1911-01-01
Page
Seite 180 (sequence 5)
Language
German
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Der NF. sollte Vieh- und Milchwirtschafts-Stationen einrichten, möglichst mit gleichzeitiger Stationierung von Viehärzten. Auch der äußerst wichtigen Frage des Ersatzes von Nutzvieh durch Motorpflüge sollte der NF. seine Aufmerksamkeit zuwenden. Was diese einzelnen Maßnahmen kosten werden, läßt sich noch nicht übersehen. Der Kongreß sollte daher vorläufig nur prinzipielle Beschlüsse fassen. Die Leiter der zionistischen Arbeit in Palästina werden dann die Aufgabe haben, präzisierte Vorschläge zu erstatten. \ Siedlungsgesellschaft. Am 20. Juni fand in Köln a. Rh. die endgiltige Konstituierung der Siedlungsgenossenschaft statt. In den Aufsichtsrat wurden folgende Herren gewählt: Dr. J. Bodenheimer, Köln, Boris Goldberg, Wilna, S. Kaplansky- Kaplan, Wien, Ing. Johann Kremenetzky, Wien, Dr. Franz Oppenheimer, Berlin, A. Simons, Haag, Prof. Dr. 0. Warburg, Berlin. Zu Geschäftsführern wurden gewählt die Herren S. Hofften, Nathan Groß in Köln und. Dr. Arthur Ruppin, Jaffa. Die Genossenschaft Um-el-Djumi, welche von der PalestineLand Development Comp, gegründet und dieser bisher angegliedert war, wurde von der Siedlungsgesellschaft übernommen. Zunächst werden Gebäude für die Bewirtschaftung, sowie Magazine, Geräteschuppen etc. errichtet werden. Der Nationalfonds wird die Gebäude auf seine Rechnung aufführen, während die Siedlungsgesellschaft die Mittel für Vergrößerung des Inventars und des Betriebsfonds zur Verfügung stellen wird. W Was am meisten nottut . . . Von Boris Goldberg Wilna. Wir Zionisten Rußlands gelten stets als die Dränger, die Unzufriedenen, die Oppositionellen in der Bewegung, und ganz mit Recht. Für uns Zionisten des Ostens ist der Zionismus nicht nur eine Organisationsfrage, nicht auch nur eine Revolution unserer psychischen Vorgänge, sondern eine höchst wichtige Frage der Lebensexistenz, wenigstens soll sie eine solche werden. Das Leben der jüdischen Massen drängt mit der allerbittersten Gewalt nach praktischer Erfüllung der zionistischen Programmpunkte, nach einer zionistischen Betätigung nicht nur in moralischer Hinsicht, sondern vorzugsweise nach der wirtschaftlichen und politischen Seite. Und die sich stets verstärkenden Rechtsbeschränkungen, Ausweisungen und andere Arten der stillen, friedlichen aber 180

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