Mannheim
Compact Memory

Palästina · 1911-01-01 · Heft 6 · p. Seite 157

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
8 (1911)
Issue
Heft 6
Article
Daten über die jüdische Bevölkerung Jerusalems
Date
1911-01-01
Page
Seite 157 (sequence 3)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2379786-2379838-2379844-2383125--03658-2383156
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Von sonstigen Lebensquellen zählt er bei 8000 private Unter- Stützungen oder Bettelei, etwa die Hälfte der jüdischen Bevölkerung lebt aber vom eigenen Verdienste, wenn auch sehr kümmerlich. Gegen 20.000 Juden leben von Handwerk, Handel, Taglöhnerdienst. Ausschließlich von der Chalukah ernähren sich nur 4200 Personen, d. h. etwa ein Zwölftel der jüdischen Einwohnerschaft. \ Vom jüdischen Nationalfonds. Am 26. April fand in Köln eine Direktionssitzung des „Jüdischen Nationalfonds" statt. Es wurde beschlossen, im Anschluß an die Nationalfondswirtschaft in Ben Schämen, für die Ausbildung von landwirtschaftlichen Volontären Vorsorge zutreffen. Es sollen 5000 Pres, für den Bau von Wohnräumen, 5000 Frcs. für die erste Einrichtung und 5000 Frcs. für Lehrkräfte und Lehrmittel bereit gestellt werden. Als Lehrer kämen die Agronomen der Nationalfondswirtschaften in Betracht. Auf diesen selbst soll die praktische Ausbildung erfolgen. Zu den Kosten sollen auch andere Institutionen herangezogen werden. Zur Erweiterung von.Tel-Awiw hat sich eine Gesellschaft namens „Nachlath Benjamin", bestehend aus Handwerkern, Geschäftsleuten und Angestellten, gebildet und Boden erworben. Diese erbat vom Nationalfonds ein Darlehen, bestehend aus den von den Rückzahlungen der „Achuzath-Baith" rückfiießenden Amortisationsraten und den 130.000 Frcs., welche diese Gesellschaft weniger in Anspruch nahm als die bewilligten 300.000 Frcs. Die Direktion stimmte im Prinzip der Gewährung des Darlehens zu. Für das Teppichatelier des „Bezalel" waren bisher 12.000 Frcs. bewilligt. Da jedoch das Atelier viel größer und praktischer angelegt wurde als ursprünglich geplant, betrugen die Gesamtkosten 25.500 Frcs. Das Direktorium beschloß, sich daran mit 15.000 Frcs. zu beteiligen, während der Verein „Bezalel" den Rest tragen soll. Bezüglich der Bezalel-Kolonie in Ben Schämen wurde beschlossen, das Darlehen an den Verein von 20.000 Frcs. auf 27.000 Frcs. zu erhöhen. Betreffs der Genossenschaft Utndjuni wurde beschlossen, die RückZahlungsfristen für das gewährte Darlehen von 12.000 Frcs. auf sechs Jahre zu bemessen; die erste Verzinsung und die erste Amortisationsrate seien am 1. Jänner 1912 zu bezahlen. An die Direktoriumsitzung schloß sich die Generalversammlung, welcher die Bilanz und der Rechnungsabschluß vorgelegt wurden. Wir entnehmen daraus folgende Ziffern: Das Gesamtvermögen des „Jüdischen Nationalfonds" betrug am 31. Dezember 1910 M 2,450.287*92, das sind rund drei Millionen Francs. Von diesem Betrag waren vorhanden: Bar....................M 9.550'81 Guthaben bei der Kolonialbank London . . . . „ 122.378'80 Effekten.................. . „ 875.303-95 M 1,007.233-56 157

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.