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Palästina · 1911-01-01 · Heft 5 · p. Seite 138

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
8 (1911)
Issue
Heft 5
Article
Die chemische Erforschung des Toten Meeres
Date
1911-01-01
Page
Seite 138 (sequence 14)
Language
German
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Boden kahl und nackt bleibt [vergl. a. 41 u. 48]. Nach ihm geht augenscheinlich an der Luft eine langsame Verbrennung bei gewöhnlicher Temperatur vor sich, was sich auch durch den charakteristischen Schwefelgeruch kundgibt. Die Form, in der der Schwefel vorkommt, sind rundliche Stücke von Erbsen- bis Walnußgröße. Die Farbe ist gelb, das Produkt sehr zerbrechlich und abfärbend. Viel Licht in dieses Gebiet brachte auch die Arbeit von Blanckenhorn [4], die sich mit dem Schwefel eingehend beschäftigt. Auch Blanckenhorn ist der Ansicht, daß die Entstehung des Schwefels im Zusammenhange mit den emporsteigenden Schwefelwasserstoffdämpfen zu denken ist. Seine Bildungsweise erklärt er wie Fraas [48], Bronner [48], Schneller [48], Paulus [48]. „Bei der in dieser Gegend schon an der Erdoberfläche herrschenden hohen Temperatur wird die Zersetzung eines auch in mäßiger Tiefe liegenden bituminösen, bezw. mit Bitumen zusammen vorkommenden Gipslagers in Schwefelcalcium und durch heiße Gewässer in Schwefelwasserstoff und Kalkkarbonat nur zu wahrscheinlich." Die chemische Untersuchung des Schwefels hat Blanckenhorn Sachse [50] überlassen, wie schon oben erwähnt worden ist. The Anglo Palestine Company. Die jüdische Palästinabank versendet nachstehenden Bericht und Bilanz für 1910: Geschäftsbericht. Infolge der vorjährigen Mißernte in Palästina sind unsere Geschäfte im ersten Semester wesentlich zurückgegangen. Das zweite Halbjahr brachte dann zwar eine Besserung, die aber doch nicht so nachhaltig war, um den Ausfall der ersten sechs Monate völlig zu decken. Trotzdem ist das Endresultat ein durchaus zufriedenstellendes. Der ganze Rest des Depots, welches der jüdische Nationalfonds unserer Jaffaer Zentrale im vorigen Jahre zwecks langfristiger Darlehen zur Verfügung gestellt hatte, ist im Berichtsjahre zur Verteilung an Häuserbaugesellschaften gelangt. Ein weiteres Depot des JNF haben wir an Kolonisten auf 10 Jahre verliehen. Im ganzen betragen die aus diesen Depots gewährten Kredite Pfd. 21.148 (gegen Pfd. 10.962 im Jahre 1909). Die Geschäfte mit den Leihgenossenschaften haben eine weitere Ausdehnung erfahren. Am Ende des Jahres gab es 30 dieser Genossenschaften mit über 1.200 Mitgliedern, deren Gesamtschuld sich per 31. Dezember auf Pfd. 14.725 belief (gegen Pfd. 12.861 in 1909). Depositen und Scheckkonti zeigen eine ansehnliche Vermehrung; sie betragen Ende 1910 Pfdst. 208.0UO (gegen Pfd. 188.000 in 1909. In Jerusalem hält sich das Geschäft auf ziemlich unveränderter Höhe. In Beirut ist der Jahresgewinn infolge starker Konkurrenz, vornehmlich im Change-Geschäft, zurückgegangen: die Aussichten für die Zukunft sind aber wieder günstiger. Entwickelung und Resultat des Haifaer Geschäftes sind sehr gut. Das Geschäft in Hebron bleibt unbedeutend, die Erträgnisse haben aber doch genügt, um wieder einen kleinen Ueberschuß über die Kosten zu ergeben. Im Spätsommer haben wir eine Agentur in Saffed eröffnet. 138

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