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Palästina · 1911-01-01 · Heft 4 · p. Seite 114

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
8 (1911)
Issue
Heft 4
Article
Vom hebräischen Gymnasium "Herzliah" [Nachricht]
Date
1911-01-01
Page
Seite 114 (sequence 2)
Language
German
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IRI
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Wieder war es Herr Friedensrichter Moser, der für diese Erfordernisse von insgesamt 82.500 Frcs. 10.000 Frcs. zur Verfügung und weitere 15.000 Frcs. in Aussicht stellte, unter der Bedingung, daß der Rest des Erfordernisses von anderer Seite aufgebracht würde; dazu kamen zwei größere Spenden eines Bruders von Herrn Moser und des Herrn Ephraimsohn aus Bradford im Gesamtbetrage von 13.000 Frcs. So ergibt sich für die innere Einrichtung des Gymnasiums noch ein Erfordernis von 40.000 Frcs., für dessen rasche Aufbringung sich das Gymnasium an die nationale Oeffentlichkeit wendet. Für die Einrichtung eines dauernden Fonds für das Gymnasium wurde bald nach dessen Gründung der „Verein des hebräischen Gymnasiums" gegründet, dessen Mitglieder je 100 Rubel einzuzahlen haben. Diese Beträge werden in der Kasse des Odessaer Komitees, der Chowewei- Zion verwahrt und nur die jährlichen Zinsen sollen zur Deckung der laufenden Ausgaben verwendet werden. Dazu machen die eingehenden Schulgelder bereits 25.000 Frcs. jährlich aus. Der Fonds umfaßt jetzt etwa 60.000 Frcs. (von ständigen Beträgen abgesehen). Die Fondsbeträge sollen zum Häuserbau in Palästina angelegt werden. (Jetzt scheint allerdings zur Deckung der laufenden Ausgaben das Fondskapital noch in Anspruch genommen zu werden.) Für die Erweiterung des Fonds wird eine größere Agitation geplant. Die freiwilligen Spenden für die momentane Ausgestaltung des Gymnasiums nimmt die Anglo-Palestine-Company Ltd., Jaffa, entgegen. V Die Bagdadbahn. Die Einigung in der Bagdadbahnfrage ist dahin erfolgt, daß die deutsche Gesellschaft auf die Konzession für die Strecke Bagdad—persischer Golf zugunsten einer internationalen, erst zu bildenden Gesellschaft verzichtet, unter der Bedingung, daß an dieser deutsches Kapital zu mindest im selben Maße wie anderes nichttürkisches beteiligt zu sein hat. Dafür erhält die Gesellschaft die Konzession für eine Verbindung der Bagdadbahnlinie mit dem Mittelmeer, nämlich die Strecke Ostnanie—Alexandrette ohne Kilometergarantie seitens der Türkei. Ueber die Trasse der Bagdadbahn sei folgendes erwähnt: Im Anschlüsse an das ebenfalls von deutscher Seite erbaute anatolische Eisenbahnnetz beginnt in Konia in Kleinasien die Bagdadbahn. Der erste Spatenstich wurde in Konia im Jahre 1903 unternommen und die Bahn bis Bulgurlu 2C0 Kilometer weiter fortgesetzt. Hier endet die weite anatolische Hochebene und es beginnt der schwierigste Teil des ßahnbaues durch das hohe Taurusgebirge. Aus diesem durch ein enges Tal heraustretend, gelangt die Bagdadbahn nach der bedeutenden Stadt Adana am Seihun, die bereits durch eine Bahn mit der Hafenstadt Mersina am Mittelländischen Meere verbunden ist. Von hier wendet sich die Bahn östlich, das Küstengebirge überschreitend, zum Euphrat, vorher eine Zweigbahn nach Aleppo entsendend, und sodann zum Tigris, längs dessen Ufer zuerst Mossul und dann Bagdad erreicht wird. Von letzterer Stadt geht die Bahn wieder zum Euphrat, und bei den 114

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