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Palästina · 1911-01-01 · Heft 4 · p. Seite 109

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
8 (1911)
Issue
Heft 4
Article
Die chemische Erforschung des Toten Meeres
Date
1911-01-01
Page
Seite 109 (sequence 10)
Language
German
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Chlornatrium........... 7*0777 Teile Chlorcalcium.......... 3*2141 „ Chlormagnesium........ 11*7734 „ Brommagnesium........ 0*4393 „ Chlorkalium......... . 1'6738 „ Chloraluminium........ 0*0896 „ Chlormangan.......... 0*2117 „ Chlorammon.......... 0*0075 „ Schwefelsaurer Kalk...... 00527 „ Gesamt-Salzgehalt....... 24*5398 Teile Wasser............ 75*4602 „ 100*0000 Teile Mit großer Sorgfalt suchte Gmelin das spezifische Gewicht des Wassers zu bestimmen und gibt für dasselbe bei 16 2° Reaumur die Zahl 1*21223 an. Der Genauigkeit und Vollständigkeit seiner Angaben entsprechend waren auch seine Arbeitsmethoden sehr sorgfältige. Das Brom wurde durch stundenlanges Einleiten von Chlorgas in die Mutterlauge und durch tüchtiges Schütteln mit Aether gewonnen. Die schön rotgefärbte ätherische Lösung wurde nun mit Kali behandelt bis zur Entfärbung. Das gebildete Bromkalium wurde dann bestimmt. In dieser Zeit erschienen noch folgende Arbeiten: Boutron [7], Ch. Analyse chimique de Teau de la Mer Morte, Journal de Pharmacie et de Chimie, Paris 1852, und Coumines [8] de Marsille, La Mer Morte (La Picardie 1855). (Fortsetzung in nächster Nummer.) ■M Zur geologischen Erforschung Palästinas. Von Dr. Aaron Sandler, Breslau. Die Bedeutung der geologischen Erforschung des Landes wird von den Palästinafreunden oft unterschätzt. Selbst guten Kennern des Landes fehlen oft die primitivsten Vorkenntnisse zum Verständnis der geologischen Struktur Palästinas. Dieser Mangel macht sich bis weit in die gelehrten Kreise hinein — soweit es sich nicht um Naturwissenschaftler handelt — bemerkbar. So kam mir neulich ein von einem hohen katholischen Geistlichen geschriebenes Palästinabuch, ein 540 Seiten starker Band, in die Hände, in dem sich dieser Mangel an geologischen Vorstellungen in störender Weise geltend macht. Die Geologie wird oft für eine naturwissenschaftliche Spezialität, eine reine Fachwissenschaft, gehalten, die nur den engsten Kreis etwas angeht. Wer in dieser irrtümlichen Vorstellung befangen ist, lese nur eine Arbeit, die, obwohl vor bereits 15 Jahren von einem Geographen, der nie Palästina besucht hat, geschrieben, noch heute studiert zu werden verdient und manchem Laien neue Horizonte für seine Betrachtungsweise eröffnen wird: Theobald Fischers „Palästina, eine länderkundliche Studie" (Geographische Zeitschrift, 1896). Hier wird in populärer Weise dargelegt, wie die geologische Geschichte des Landes, sein heutiger geologischer Aufbau, die physikalische Gestaltung seiner Oberfläche für 109

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