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Palästina · 1911-01-01 · Heft 3 · p. Seite 78

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
8 (1911)
Issue
Heft 3
Article
Vom Bezalel [Nachricht]
Date
1911-01-01
Page
Seite 78 (sequence 2)
Language
German
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Die Arbeitslöhne betrugen exklusive der für den Unterhalt der 'Schüler erforderlichen Beträge zirka Frc*. 50.000'—. Die Aktiva betrugen Frcs. 85.579*23 gegen bloß Frcs. 55.65030 im Vorjahr. Im Berichtsjahre wurden in den Ateliers bedeutende Investitionen gemacht, so daß sich deren Wert von Frcs. 17.000'-- im Jahre 1908 auf Frcs. 53.000*— per 1910 erhöht hat. Der Wert des Museums ist mit Frcs. 17.500'— ausgewiesen. An Subventionen und Mitgliedsbeiträgen gingen im Jahre 1910 Mk 67.000'— gegen 52.800*— (1909) und 19.200*— (1908) ein. Im Berichtsjahre wurde eine Reihe von Ausstellungen mit gutem Erfolge veranstaltet, u. a. in Hamburg (anläßlich des Zionistenkongresses), in Wien (beim Jubiläum der Bar-Kochba) und in Lemberg. Herr Rittergutsbesitzer Dr. Paul Schottländer in Breslau hat beschlossen, auf den Namen seines verstorbenen Vaters Julius Schott- 1 ander eine Abteilung im „Bezalel" zu errichten und hat für diesen Zweck die Summe von Mk. 10.000'— gespendet. Der Bericht der „Jewish Colonisation Association" (ICA, Hirsch- Stiftung) für das Jahr 1909 enthält über die jüdischen Kolonien in Palästina ausführliche Daten, von denen ein großer Teil (Ernteergebnisse etc.) schon bekannt ist. Nachstehend wollen wir einige weitere Mitteilungen des Berichtes, die von allgemeinerem Interesse sind, zusammenstellen. Ueber die ökonomische Lage der früheren Rothschild-Kolonien im allgemeinen spricht der Bericht günstig. Nur in den Weinbaukolonien läßt sie noch immer zu wünschen übrig und vielfach mußten Weinpflanzungen durch andere Kulturen ersetzt werden. Bei Rischon leZion hat die ICA einige Ländereien erworben, die aber noch nicht benützungsreif sind. Geranium wurde von einem einzigen Kolonisten kultiviert, der auf 400 Dunam eine Ernte im Werte von 600 Frcs. erzielt. Die Orangerie ist von der ICA im Jahre 1909 den Kolonisten übergeben worden, wogegen ein Teil der bisher für Dienstleistungen aller Art erteilten Subvention gestrichen wird. „So zieht sich unsere Administration" — heißt es im Bericht — „immer mehr aus Rischon zurück, wo das kommunale Leben am besten organisiert ist." In Ekron ergab die Olivenernte 21.600 kg gegen 7200 kg im Vorjahre. Die Oele dieser Kolonie sind als die besten der ganzen Gegend geschätzt und erzielen in Jaffa höhere Preise, als die anderer Provenienzen. In Petach Tikwah hat sich schon eine Ueberproduktion in Orangen fühlbar gemacht, so daß in Liverpool nur mäßige Preise erzielt wurden. Infolge dessen hält man mit Neuanpflanzungen sehr zurück. — Mit neuen Kulturen sind die besten Resultate erzielt worden. Riesenbambus, der sehr kräftig wächst, Bananen, die sich prächtig akklimatisieren und Baumwolle, die große Kapseln ergab. Die Kellereien von Rischon und Sichron Jacob erhalten von Jahr zu Jahr geringere Subventionen. Die Generalversammlung der Weinbaugenossenschaft hat, um trotzdem die jetzigen Preise für Trauben zahlen zu können, den Beschluß gefaßt, daß in jenen Kolonien, die entfernter vom Keller liegen, neuerdings eine Anzahl von Weinreben durch andere Pflanzungen ersetzt werden sollen. Die Eigner sollen aus dem Re- *) Wegen Raummangel mußte dieser Bericht bis zu dieser Nummer zurückgestellt werden. Die Tätigkeit der ICA in Palästina *) 78

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