Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 8 (1911)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Kleinsiedlungen in englischen Kolonien
- Date
- 1911-01-01
- Page
- Seite 76 (sequence 2)
- Language
- German
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geschaffen, die von unberechenbarem Wert für das Land ist, nämlich eine praktische Ackerbauschule, die aus armen Afrikanern Kleinbauern heranzieht und dem Lande fremde Elemente überflüssig macht." Sollte es unserer Regierung nicht auch möglich sein, willige Arbeiterfamilien von Deutschland nach unseren Kolonien zu senden, zunächst nach einer solchen Versuchsfarm, damit sie sich zunächst in die ganz neuen Verhältnisse einleben, um unter guter Anleitung ihnen das oft recht teure Lehrgeld zu ersparen und sie so schneller zur Selbständigkeit, zum Segen unserer Kolonien zu erziehen?" # Vom jüdischen Nationalfonds. Spendeneingänge. Der Jüdische Nationalfonds hat im Jahre 1910 insgesamt Mk, 455.775*56 vereinnahmt. Hievon sind Mk. 8413-90 Wolffsohn-Stiftung und Mk. 22.740*16 dem Nationalfonds zufließende Beträge der Genossenschaftsfonds. Das Mehrerträgnis gegen das Vorjahr beträgt zirka Mk. 50.000*—-. Außerdem sind aber nach Abzug obiger Mk. 22.000*-— rund Mk. 80.000*— für den Oppenheimerschen Genossenschaftsfonds, der an den Nationalfonds angegliedert ist, gesammelt worden, so daß für Nationalfonds und Siedlungsfonds zusammen Mk. 533.881*63 eingegangen sind. An diesem Ergebnis sind beteiligt: Rußland mit Mk. 123.632*11, Oesterreich (ohne Ungarn und Bosnien) mit Mk. 111.400*07, Deutschland mit Mk. 100.255*55. Zu den Sammlungen für den Genossenschaftfsonds haben beigesteuert: Deutschland Mk. 44.037*91, Oesterreich Mk. 21.576*12, Rußland Mk. 12.290*27. * * * Von der Chaluka. Die deutsch-holländische Palästina-Verwaltung (Chaluka) versendet einen Aufruf, in welchem sie zu Spenden einlädt, als deren Zweck sie die Erziehung zur Arbeit, die Förderung von Industrie und Handwerk, Besserung der Wohnungsnot, Pflege der jüdischen Wissenschaft und religiösen Gesinnung bezeichnet. Aus der gleichzeitig veröffentlichten Jahresrechnung geht hervor, daß sie per 5669 insgesamt holl. fl. 61.524*88V> vereinnahmt hat. Hievon verausgabte sie für produktive Zwecke (meist Handwerkerförderung) bloß holl. fl. 1602*—, also 2*6 Prozent, ferner holl. fl. 777*46y2 oder 1*26 Prozent zur Förderung der Gesundheitspflege, holl. fl. 8502*10 oder 1*4 Prozent für Betriebsunkosten und alles andere für Unterstützungen. * * * Von der A. J. K. O. Die Allgemeine Jüdische Kolonisation-Organisation (A. J. K. O.) versendet einen Aufruf zur Schaffung eines jüdischen Finanzinstitutes für Bodenerwerb, Parzellierung und Agrarkredit im Orient, welchem sich, behufs Konzentration der Kräfte, alle schon bestehenden ähnlichen Institute anschließen sollen. Eine größere Beteiligung seitens russischer Kapitalisten sei schon in Aussicht gestellt. So begrüßenswert auch der Vorschlag einer Konzentration der Kräfte ist, so glauben wir, daß es doch nicht anginge, etwa ein bestehendes und prosperierendes (weil gut geleitetes) Institut, wie die P. L. D. C, einem vorläufig noch am Papiere stehenden anzugliedern. Der Weg könnte nur umgekehrt sein. ' 76