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Palästina · 1911-01-01 · Heft 3 · p. Seite 72

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
8 (1911)
Issue
Heft 3
Article
Die archäologische Erforschung Palästinas
Date
1911-01-01
Page
Seite 72 (sequence 16)
Language
German
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Kulturaufgaben bei der großen Masse der Völker zu erwecken imstande ist. Auch hier wird sich vielleicht das eine oder andere der zahlreich bestehenden Blätter zu einem solchen populären Blatte ausbauen lassen und schließlich, last not least, sind die gebildeteren und bildungsfähigen Elemente unter den ansässigen Bewohnern Palestinaszum Studium und zur Mitarbeit heranzuziehen. Auch die arabischen Volksschullehrer sind über die Külturwerte des Landes zu unterrichten und aufzuklären und sie ihrerseits müssen die Bevölkerung auf den Wert der Dinge aufmerksam machen. Die Bevölkerung, die heute dort ansässig ist, ist intelligent genug, bei entsprechender Anleitung und bei entsprechender Belehrung bald zu begreifen unl zu helfen. Soviel Kräfte auch bisher am Werke waren und soviel persönliche Aufopferung, Scharfsinn und Mittel auch bisher aufgewendet wurden, so scheint doch alles noch Stückwerk zu sein und nur eine materiell sehr starke und an Interesse nie erlahmende Gemeinschaft kann Palästina mit seinen Schätzen erschließen. Wenn Sie dazu schreiten, eine neue Vereinigung zu bilden, die die Bestrebungen der bestehenden ergänzt und unterstützt, so lassen Sie es an erster Stelle Ihre Sorge sein, alle Kräfte zu sammeln und eine einheitliche Organisation zu schaffen. Die Juden allein sind vielleicht imstande, diese Aufgabe zu lösen, wenn sie diese Arbeit als eine nationale Aufgabe betrachten und es nicht anderen überlassen, dieBedeutung des Namens Israel für die Kulturwelt zu bestimmen . . . V Einiges über den Orangenbau und seine Kultur in Palästina, Von S. Katzprowski, Jerusalem. Eines der wichtigsten Produkte Palästinas bildet der der Orangenbaum. Die hiesige Orange ist überall als die beste anerkannt, da Klima und Boden hier ihren Anforderungen völlig entsprechen. Je mehr hier »der Orangenbaum angepflanzt wird, desto größer dehnt sich sein Absatzgebiet aus. In den letzten Jahren wurden viele Orangen nach Australien transportiert, wo sie sehr gut bezahlt werden. Vor kurzem sandte die Gesellschaft „Pardes" einen großen Transport. dahin und sie erzielte dabei einen Preis von franko Frcs. 10*5 per Kiste. Selbstverständlich ist eine Orangenpflanzung mit vielen Schwierigkeiten verbunden, und man darf eine solche Unternehmung nicht wagen, ohne deren große Kosten vorher berechnet zu haben und auf sie vorbereitet zu sein. Eine der größten Schwierigkeiten bildet das Bewässern. Die Brunnen, die zu diesem Zwecke gegraben werden, besitzen meist eine 72

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