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Palästina · 1909-01-01 · Heft 9-10 · p. Seite 201

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
6 (1909)
Issue
Heft 9-10
Article
Pekiín und seine Juden
Date
1909-01-01
Page
Seite 201 (sequence 4)
Language
German
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forschten Trümmerfelder sind diejenigen Stätten, die von den Juden selbst als jüdische reklamiert und in den jüdischen Legendenzyklus hineingezogen wurden. So wird eine kleine Aushöhlung im Berge in der Nähe der Dorfmühle als das Grab des „Gerechten von der Mühle" bezeichnet, in dem die Tradition Rabbi Jose von Peki'in, von dem im Sohar gesprochen wird, sehen will. Ein anderes Grab, das über einer reichen Wasserquelle gelegen ist, wird Rabbi Josua von Tirja zugeschrieben, wobei der Name Tirja von einigen auch auf das gegenüberliegende Trümmerfeld Ras'abad übertragen wird. Höher aber als diese beiden Stätten wird ein mächtiger Johannisbrotbaum geehrt, der in innige Beziehung zum obenerwähnten Rabbi Simeon ben Jochai gebracht wird. Als nämlich der berühmte Rabbi infolge einer unvorsichtigen Aeusserung über die Tätigkeit der Römer sich vor diesen flüchten musste, fand er in einem entlegen Orte in einer von Felsen gebildeten Höhlung sicheren Aufenthalt. Um ihn und seinen Sohn Eleasar, deil mit ihm flüchtete, zu speisen, wurde auf wunderbare Weise ein Johannisbrotbaum über ein Wasserquell unter dem Felsen erschaffen. So verbrachten Vater und Sohn 13 Jahre in der Höhle, sich bloss von Wasser und Johannisbrot ernährend, bis der Prophet Elias ihnen den Tod des Kaisers verkündete. Nun wird im Talmud, wo diese Legende erzählt wird, der Ort des Aufenthaltes nicht genauer bezeichnet, aber in der späteren rabbinischen Literjatur wird von einer Höhle bei Peka oder Beka gesprochen, welche Bezeichnungen entschieden mit dem heutigen jüdischen Peki'in oder dem arabischen Buke'a verwandt sind. Wie dem aber auch sei, ob wahr oder nicht, jedenfalls scheinen die vielen Orten anhaftenden Legenden als Anziehung für die Neubesiedelung gewirkt zu haben, wie wir es jetzt noch bei Meron sehen. (Schluss folgt.) - ^#-jfr^r- Dr. Hillel Joffe—Sichron Jakob. Die sanitären Verhältnisse Palästinas. II Einfluss der verschiedenen Jahresabschnitte auf die Gesundheitsverhältnisse und auf die Sterblichkeit. |it Ausnahme einiger Städte, kommen in Palästina Leute zur Welt und vergehen ohne irgendwelche administrative Formalitäten; das, was bei uns „bürgerliches Vermögen" heisst, ist in Palästina nicht vorhanden, und von einer allgemeinen Volkszählung kann dort sogar keine Rede sein. Eine statistische Bevölkerungsziffer ist nur in den grösseren Städten bekannt; die- 201

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