Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 6 (1909)
- Issue
- Heft 9-10
- Article
- Die Agrarbank
- Date
- 1909-01-01
- Page
- Seite 190 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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6. Andere noch nicht aufgezählte Organisationen, Vereine,. Stiftungen. 7. Sehr reiche Private (Schiffs, Rothschild, Fels, Wissotzky usw. usw.) Vielleicht dass sich auch die I T O an einem solchen Werk beteiligt. Die praktische gemeinsame Durchführung stellen wir uns nun so vor, ohne dabei einen anderen besseren Modus ablehnen zu wollen.: Die Beträge werden in Raten innerhalb 10 Jahre geliefert. Die geringste Jahresrate wird für Vereine auf 25 000 M. festgesetzt. Darnach wird sich also der Beitrag von kleineren Vereinen schon auf 1/4: Million belaufen. Grosse Bewegungen wie die zionistische und die Ica mit ihren Untergruppen und. befreundeten Vereinen müssten jedoch sich verpflichten, jährlich 150 000—200 000 M. beizusteuern. Das wäre also ein Betrag von 2 Millionen. Der Zuschuss, den z. B. die Orthodoxen zu diesem Werk zu liefern hätten, würde wohl eine ähnliche Höhe erreichen. Auch wenn einige Organisationen sich von dem Werk fernhalten würden, so ist es doch möglich, eine Agrar-Barik, die innerhalb von 10 Jahren über 15—20 Millionen verfügt, zu begründen. Gelingt es, die Palästinabegeisterung aller* Organisationen, von denen hier die Rede war, zu wecken und sie zum Anschluss zu bewegen, so ist selbst mit einem' doppelt so hohen Betrag zu rechnen. — Von befreundeter Seite wurde mir der Vorschlag gemacht, die einzelnen Beiträge, welche die Vereine zu leisten haben, sollen wieder auf die Mitglieder und zwar durch Ausgabe von Aktien, verteilt werden. Die Vereine würden sich somit lediglich „Emissions"-weise an der Begründung beteiligen. Der Gedanke hat sicher viel richtiges an sich. Die Juden müssen dazu erzogen werden, durch kaufmännische und nationalökonomische Tätigkeit die sozialen Probleme der Juden zu lösen. Bisher ist die Judenheit von den einzelnen lediglich als ein Objekt betrachtet worden, dem man eine Mizweh zukommen lassen kann. Die Art, wonach imian durch Uebernahme eines Bankpapiers die Judenfrage mit zu lösen im1 stände ist, hat nicht nur Originalität, sie hat auch einen richtigen Kern. Nur vor einem glauben wir warnen zu müssen! Man erhoffe sich keine hohen Dividende von der Agrarbank. Die Bank wird mit grossen Spesen wegen des Menschen- und Bodenmaterials zu kämpfen haben, besonders im' Beginn ihrer Tätigkeit. Wer soll nun die politischen Unterhandlungen bei deit verschiedenen Organisationen führen? 190