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Palästina · 1909-01-01 · Heft 7-8 · p. Seite 173

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
6 (1909)
Issue
Heft 7-8
Article
Der Streit um die Chalukah
Date
1909-01-01
Page
Seite 173 (sequence 5)
Language
German
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Handeln die Sache zu retten im Stande sein würde. Dieser Zeitpunkt ist jetzt gekommen. Soll durch die Aufsässigkeit von ein Paar geschobenen Demagogen nicht die ganze Chalukah zertrümmert und unsägliches Elend über die Aermsten der Armen, die keine Annehmer und keinen Rückhalt fänden, gebracht werden, so ist es unbedingt erforderlich, dass die Oeffentlichkeit, vor Allen diejenigen, an welche das Pamphlet versandt worden ist, sich rückhaltslos an die Seite der Pekidim stellen und ihre Speiden nach wie vor nach Amsterdam abführen. Nicht um der angegriffenen Ehre dieser Männer willen, die einer Rettung nicht bedarf, sondern damit der Irrwahn, von dem jene Kreise ergriffen sind, als hätten sie für ihr frevles Treiben auf Sympathieen im Abendland zu rechnen, möglichst rasch und gründlichst zerstört und damit die Bahn für eine heilsame Reform, die unabweislich ist, freigegemacht werde. Erst wenn an den Rädelsführeren dieser Hetze ein Exempel statuiert und ihre Einflusslosigkeit der betörten Menge vor Augen geführt ist, wird mit Ernst und Aufrichtigkeit an das Werk geschritten werden können, das uns als höchste Aufgabe unseres Lebens erscheint, zu fördern Schalom Jeruscholajim! — ■ ■ — A. Zioni. Zur Erleichterung der Kolonisation. Fast jedes Schiff bringt neue Gesichter, Leute, die die Verhältnisse des Landes aus eigener Anschauung kennen lernen wollen, und die zu. weilen im Auftrage eines grösseren Bekanntenkreises kommen. Was finden sie nun vor? Die Industrie hat bei uns eine grosse Zukunft, aber leider keine Gegenwart. Denn so lange das Land noch ungenügend bevölkert ist, die Wege schlecht und die Hafenzölle ungeordnet sind, das Land noch nicht genügend unter Pflug genommen, die Landwirtschaft primitiv geführt wird und in der Wahl der Arten noch allzuwenig Erfahrung vorliegen, solange also hat die Industrie kein ausreichendes Betätigungsfeld. Dagegen bietet der Landbesitz schon jetzt eine sichere Erwerbsquelle. Es lassen sich dabei vorläufig keine grossen Vermögen ansan% mein, Verluste sind jedoch unwahrscheinlich. Auch steigt der Preis der Grundstücke von Jahr zu Jahr, und es wird immer die Möglichkeit vorhanden sein, eventuell das Land mit Gewinn wieder zu verkaufen. Die Ankömmlinge müssen sich also notgedrungen für den Landerwerb entscheiden. Musterbauern können sie, die sich in ihrer Heimat fast ausschliesslich mit Handel beschäftigt haben, zwar nicht werden. Da aber doch die meisten genug Vermögen besitzen, um sich Arbeiter halten Ziu können, so werden sie bei der Leitung ihrer Grundstücke ihre kaufmännischen Erfahrungen gut verwerten könnten. Nun beginnen die Schwierigkeiten. Kleinere Güter werden selten angeboten Es müssteh also einige Kauflustige zusammen ein grosses 173

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