Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 6 (1909)
- Issue
- Heft 7-8
- Article
- Eine Vereinfachung der Malaria-Bekämpfung?
- Date
- 1909-01-01
- Page
- Seite 165 (sequence 8)
- Language
- German
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zeigt, dass, wenn man eine Wasserpflanze, die Azolla, züchtet, sich rasch ein dicht verfilzter grüner Teppich, oft von einer Dicke von 6 cm', auf der Wasseroberfläche bildet, der nein mechanisch einen Luftabschluss herbeiführt und die Larven mit grosser Sicherheit abfängt. Die Nachuntersuchung an amtlichen Instituten wird erweisen, ob dieses überaus bequeme Mittel genügend Sicherheit bietet. Ist dies der Fall, so könnte sofort an den Sümpfen von Chederah ein Versuch mit diesem Mittel unternommen werden. □ □ □ Dr. J, Lurie- Jaffa. Petach-Tikwah.*) jetach-Tikwah ist die älteste Kolonie Palästinas. Sie wurde gleich nach dem Entstehen der Chibath- Zionbewegung gegründet Im Jahre 1878 kaufte eine Jerusalemer Gesellschaft für 20 000 Frcs. 3 200 Dunam Land an, in einem arabischen Dorfe Em lebe s, das einem Jaffaer Christen gehörte. Emlebes heisst soviel wie „Zuckersüss", was auf den guten Ruf des Bodens hinweist. Petach-Tikwah führt auch heute noch bei den Arabern diesen Namen. Die ersten Kolonisten, welche Petach-Tikwah besiedelten, taugten wenig zum Ackerbau. Man verstand auch lange Zeit nicht, erfolgreich zu aUbeiten und verschwendete mit vielen Versuchen viel Kraft und Geld. Die ersten Häuser wurden in einem niedrig gelegenen Ort am Teiche Jarkaun entlang der Grenze Petach-Tikwahs erbaut, weshalb die Kolonisten oft unter Fieber zu leiden hatten. Oft kam, es auch mit den Arabern zu Grenzstreitigkeiten. Die Kolonie war sehr arm' und dem Verfall nahe. Die Unterstützung von seiten des Odessaer Komites war zu klein, um die Kolonie in die Höhe zu bringen. Einige russische Juden, die sich im Anfang der 80 er Jahren in der Kolonie niederliessen, kauften 140 Dunam Land in dem benachbarten arabischen' Dorfe J e h u d i, um dort Häuser zu bauen. Dort war das Klima schon gesund, der Ort aber zu weit von der Kolonie entfernt (ungefähr U/2 Stunden) und ausserdem durch arabischen Besitz getrennt. , Als man später) fand, dass in Petach-Tikwah weiter von dem Teiche das Klima ebenfalls gesund sei, began'n mian sich daselbst niederzulassen. Jehudi ging allmählich zu gründe. Es ist jetzt wüst und ganz verlassen und von Zeit zu Zeit bringt man von hier *) Wir entnehmen diesen Artikel der vorzüglich redigierten Zeitschrift »Unsere Hoffnung«, Wien, in der Voraussetzung, dass ihn sonst weite Kreise unserer Leser nicht kennen lernen würden. 16b