Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 6 (1909)
- Issue
- Heft 7-8
- Article
- Von den englischen Ausgrabungen in Palästina
- Date
- 1909-01-01
- Page
- Seite 158 (sequence 5)
- Language
- German
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stört war, aber keine Funde. Dias entscheidende Zeugnis lieferte fast zufällig ein Stein, der neben der äusseren Mauer lag und einer arabischen Arbeiterin durch seine seltsame Bekritzelung in die Augen fiel. Mit vieler Mühe entzifferte man die unleserliche Inschrift in griechischer Sprache: „Pampras (sagt) Möge Feuer Simons Palast fressen!" Offenbar eine Verwünschung; aber was bedeutet diese Verwünschung? Man vergleiche wieder den Bericht 1. Makk. 13, 43—48. Der jüdische Eroberer siedelt gesetzestreue wohner in der Stadt an und entfernt alle heidnische Unrei> nigkeit. Zähneknirschend müssen die dort ansässigen Syrer ihre Götzenbilder herausgeben. Einer von ihnen, Pampras, vermag Zorn und Hass und Schmerz nicht in seinem Innern zu begraben; aber zu offenem Widerstande ist nicht die Zeit, so greift er zur Zauberei. Er nimmt einen Baustein, kritzelt seinen Fluch hinein und siehe, der Plan gelingt: Der Stein wird in das Haus vermauert, Simon steht unter dem Fluch, den die Mauern seines Palastes bergen. Das ist das älteste, gleichzeitige Geschichtszeugnis aus der Zeit der Makkabäer über einen ihrer Fürsten; ein interessantes Dokument, und interessant die Entdeckung, die mit seiner Hilfe ausser Frage gestellt wurde: es kündet die Burg, die von Simon Makkabäeus und seinem Sohne Jonathan bewohnt wurde. Trotz der vandalischen Verwüstung Hessen sich in der Burg noch eigentümliche Badeeinrichtungen nachweisen; es fa,nden sich Räume für ein Schwimmbad und für Duschen, ausserdem wurden sieben Bassins und ein Badeofen ausgegra-r ben. Jenje Plünderung erfolgte höchstwahrscheinlich, als Geser von den Syrern aufs neue erobert worden war. Aber die syrische Herrschaft dauerte nicht lange; gut hundert Jahre später, zur Zeit Christi, war die altkananitische Königsstadt mit aen wechselvollen Schicksalen ein wüster, verödeter Trümmerhaufen. □ □ □ Dr. Aron Sandler, Breslau. Eine Vereinfachung der Malaria-Bekämpfung? ei der grossen praktischen Bedeutung der Malaria für die Kolonisation Palästinas, und zwar gerade der fruchtbarsten Teile des Landes, der Strandebenen und des Jordantales, wird sich das Studium der täglich umfangreicher werdenden Spezialliteratur über Maseine Nutzbarmachung für Palästina in naher Zukunft als unumgänglich notwendig erweisen. Zwar bestehen zwischen den einzelnen Malariaherden der Ende allerlei tief- 158