Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 6 (1909)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Errichtung einer Wasserleitung in Jerusalem [Nachricht]
- Date
- 1909-01-01
- Page
- Seite 25 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Rehmens soll sich eine Aktiengesellschaft bilden. Man hofft auf einen (eichten Absatz dieser Aktien nicht allein in Jerusalem, sondern auch im Auslande, zunächst unter jenen Konfessionsgemeinschaften, die grössere Kolonien in Jerusalem unterhalten. Die Juden mit ihrer grossen Majorität unter der Jerusalemer Bevölkerung haben naturgemäss das lebhafteste Interesse am Zustandekommen dieses Werkes. In der französisch-arabischen Beilage der „Haschkafa" wendet sich Direktor Levy mit einem warmen Appell an die Einwohner Jerusalems, durch Zeichnen von Aktien das Unternehmen zu fördern. Der Studentenverein „N izzani m" an der Kunstgewerbe-, schule „Bezalel", Jerusalem, erledigt Bestellungen auf Ex iibris, Buchschmuck, Zeitungstitel, Marken u. a. gegen massige . Preise. Adresse: „Dczalel", Kunstgcwerbeschule, für „Nizzanim", Jerusalem. Der in Jerusalem kürzlich ausgebrochene Schriftsetzer- Streik, hat mit einer Niederlage der Schriftsetzer sein Ende gefunden. Die Arbeiter, die ohne Arbeit und Erwerb nicht länger aushalten konnten, mussten zuletzt die ihnen von den Arbeitgebern vorgelegte Erklärung, dass sie aus dem Schriftsetzerverein austreten, unterschreiben. — „Achdus." Beim Lichte konstitutioneller Freiheit ist auch das Judentum Palästinas von seiner langen Schlaffheit und Apathie zum neuen J.eben erwacht und strebt nach einer festen Organisation auf allen Gebieten des gesellschaftlichen Lebens. Plötzlich sehen wir uns vor einer ganzen Reihe von .Fragen gestellt, auf die wir unbedingt schon jetzt die Antwort geben müssen, wenn unserer Sache nicht geschädigt werden soll. — Wie soll ^die ganze Organisation des inneren jüdischen Lebens umgebaut .werden? Wie sollen die voneinander getrennten und sich fast als Fremde gegenüberstehenden Teile des palästinensischen Judentums in ein einheitliches nationales Ganzes vereinigt werden? Wie lässt sich seine Rolle und seine Bedeutung im politischen und wirtschaftlichen Leben des Landes verstärken, und zwar sowohl quantitativ wie auch qualitativ? Auch die Fragen des äusseren politischen Lebens fordern von uns eine klare und unzweideutige Antwort. Alle diese Fragen müssen unsererseits gründlich besprochen, überlegt und allseitig beleuchtet werden in den Spalten eines auf breit-demokratischer Grundlage basierenden modern-europäischen Organs und zwar v u n dem Standpunkt unserer eigenen Interesse n, u nsercr eigenen Ziele und I d c a 1 e. Alles das fordert entschie de n v o n uns die u n v c rz ü g 1 i c h e G r ü n cl u n g eine r c rnst e n demokratische n u n d e u r o p ä i s c h - o r g a n i s i c r t e n hebräischen Zeitung i n P a-- 1 ä s t i n a. Die ersten Anfänge an diesem Werke sind schon getan. Die jüdischen Arbeiter Palästinas, die nach ihrer politischen Reife und Erziehung an der Spitze des ganzen Landes marschieren, haben vor allen anderen Bevölkerungsschichten das Bedürfnis nach einem solchen 25