Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 6 (1909)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Zum sechsten Jahrgang
- Date
- 1909-01-01
- Page
- Seite 3 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Abonnementsbedingungen bleiben die alten und sind auf der Umschlagseite des Titels angegeben. Die Zustellung des Blattes erfolgt spätestens zu Beginn der zweiten Woche jeden Monats. Reklamationen wolle man freundlichst stets bald einreichen, damit sofort Remedur geschaffen werden kann. Probenummern stehen jederzeit zur Verfügung. Rückständige Abonnements werden — auf vielfaches Verlangen der Leser — mittels Nachnahme (für 1909 mit Nummer 2) erhoben. Um der Zeitschrift die nicht unerheblichen Kosten unnützer Nachnahmen zu ersparen, werden die L eser ergebenst ersucht, bei Aufgabe des Abonnements das Blatt abzubestellen. Redaktion und Expedition der Zeitschrift „Palästina", Dr. David Strauss, Zürich : Die westeuropäischen Juden und Palästina. fl^PllÖ^rosse Fortschritte brachte in der Bewegung, die Juden W/^^^^m Westeuropas für Palästina und seine Zukunft zu L111111 m interessieren, das Jahr 1908. Ja, man darf getrost behaupten, mit der friedlich verlaufenen türl^fe"a^^ä kischen Revolution ist in allen jüdischen Herzen die Frage laut geworden: „Was wird nun mit Palästina? Kann und wird die neue orientalische Situation die Hoffnungen erfüllen, welche von allen jüdischen Palästina-Freunden seit Beginn des Herzlichen Zionismus! gehegt werden?" Wir können und wollen nicht prophezeien und deshalb aucfy die Frage weder positiv noch negativ beantworten. Die Tatsache schon, dass sie überhaupt von Hunderten gestellt wird, beweist, dass das historische Recht an Palästina in den jüdischen Massen nicht vergessen ist und durch den Zionismus wieder neu belebt und gestärkt wurde. Unser Denken und Trachten ist mit unbezwingbarer Gewalt wieder nach dem Orient geführt worden und wir erwarten von dort die Rettung aus der grossen Judennot. „Altneuland" ist uns heute viele Meilen näher* gerückt, wie es früher war und man spricht wieder mit Hochschätzung von dem alten Kananiterlande. Hatte man bis vor wenigen Jahren nur das rein religiöse Interlesse an dem heiligen Bbden, auf welchem unsere Väter für Gott und Vaterland gekämpft und gelitten, so wird heute Palästina aus politischen Gründen als Zukunftsland betrachtet. Früher war es in den Augen aller Europäer ein gottvergessenes, unfruchtbares Land mit einem darbenden Bettlervolke, heute aber gilt Palästina als ein aufstrebendes, aufkeimendes Territorium mit arbeitsamen Kolo- 3