Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 4 (1907)
- Issue
- Heft 9-12 (September 1907)
- Article
- Der Handel von Beirut und die deutschen Interessen [Nachricht]
- Date
- 1907-09-01
- Page
- Seite 290 (sequence 2)
- Language
- German
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- Beirut 1× ep/1047833
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— 29(J — \n die sich deutscher Handel naturgemäß mit fremden Mächten teilt — nur in der Biereinfuhr behauptet Deutschland sein Monopol — sind Drogen und Medikamente (in Kisten für die drei Jahre von 1903—1905: 820, 1160 und 1370 Kisten), Baumwollen, und Wollwaren (für 1903—1905: 8900, 9650 und 10350 Ballen und Kisten), Kleiderstoffe und fertige Kleider (1150. 1440 und 1342 Ballen und Kisten), Kleineisenwaren (4000, 4600, 720 (?) Kisten). Modeartikel (1450, 2150 und 2300 Kisten), Seiden- und Leinestoffe (3410, 3850, 3730 Kisten) Spirtuosen (3410, 3820, 4554 Kisten), Uhren und Juwelen (180, 192, 260 Kisten). In diesen drei Jahren liefern durchschnittlich 32 deutsche Schiffe im Jahr mit einer Tonnage von 61961 Tonnen Beirut an; die Zahlen für 1906, die sich infolge der beiden neuen regelmäßigen Dampferlinien erheblich gesteigert haben müssen, liegen noch nicht vor. In Ladikia verkehrten in diesem Zeitraum jährlich im Durchschnitt zwei deutsche Schiffe mit 2535 Tonnengehalt, in Saida eins mit 879 Tonnen, in Tripoli 15 mit einem Jahresdurchschnitt von 19407, in Haifa-Akko 18 mit durchschnittlich 37730 Tonnen. Diese Zahlen und das Unwägbare, was sich an sie knüpft, veranlaßten kürzlich einen unparteiischen intelligenten arabischen Publizisten Beiruts zu folgender Betrachtung in französischer Sprache: „Es ist eine in der Überzeugung der großen Mehrheit der Orientalen bereits feststehende Wahrheit, daß unter der Regierung des jetzigen Deutschen Kaisers der deutsche Einfluß auf türkischem Gebiet, der durch ebenso logische wie solide Schritte gewonnen ist, von Jahr zu Jahr an Boden gewinnt, während der französische zurückgeht .... Der Handel und besonders die Industrie Deutschlands befinden sich heute auf dem Vormarsch und werden nach unserer Überzeugung auch weiterhin mit Riesenschritten fortschreiten."* Zu dem Zweck wird die Ausbreitung der deutschen Sprache unter der syrischen Jugend, und die Ausbreitung der Industrie Deutschen empfohlen. Bei dem Wasserreichtum Syriens müßte die deutsche Industrie zu Gründungen wie Zementfabriken, Herstellung künstlicher Steine, Wassermühlen, elektrischen Anlagen greifen, die die Wasserkraft ausnutzen; auch Gesellschaften zur Herstellung guter Wasserverhältnisse in den größeren Städten und zur Aufforstung der Berge würden sie gut retieren." DEUTSCHE PALÄSTINA-BANK. Die Deutsche Palästina-Bank hat ihr Aktien-Kapital um 200 000 M. auf eine Million M. erhöht. Einige Daten, die wir bei dieser Gelegenheit über die Entwicklung der Deutschen Paiästina-Bank mitteilen, zeigen, wie solche den Bedürfnissen des Landes entsprechende, gut angelegte Institute trotz zeitweiliger Mißerfolge, im allgemeinen auf sichere Fortschritte rechnen können. Die Deutsche Palästina-Bank wurde am 31. Mai 1899 als Aktiengesellschaft gegründet mit einem Kapital von M. 450.000.—. Sie übernahm das in Jerusalem bestehende Bankgeschäft der Deutschen Palästina- und Orient-Gesellschaft, um es als ihre eigene Zweigniederlassung Jerusalem weiterzuführen. Gründer waren dje Herren: Christian Kraft, Fürst zu Hohenlohe- Oehringen, Bankier Karl von der Heydt, Rittergutsbesitzer Dr. Max Schocher, Rittergutsbesitzer Max von Hiller, Legationsrat Dr. Bumiller, sowie die Deutsche Palastina- und Orient-Gesellschaft m. b. H. Der Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb von Bankgeschäften, insbesondere die Förderung des Handels-, Geld- und Wechsel-Verkehrs mit Palästina und der Levante. Kurz nach der Gründung (im Herbst 1899) wurde eine zweite. Zweigniederlassung in Jaffa errichtet. An Dividenden