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Palästina · 1907-09-01 · Heft 9-12 (September 1907) · p. Seite 278

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
4 (1907)
Issue
Heft 9-12 (September 1907)
Article
Hedjasbahn [Nachricht]
Date
1907-09-01
Page
Seite 278 (sequence 2)
Language
German
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— 278 — also der Teil zwischen Ma'än und Meclain Salih. Ferner ist eine Anzahl neuer Bauten der ersten Strecke, besonders eine große Werkstatt für Ausbesserungen von Wagen und Maschinen zu besichtigen. Dazu kommen Versuche zum bessern Schutz des roh enden Materials gegen den Staub und die Hitze der Wüstengegenden. Der Bau, der am 1. September 1900 offiziell begonnen wurde, also demnächst sein siebentes Baujahr hinter sich hat, wird dann einen Fortschritt von Damaskus nach Süden von zirka 850 km aufzuweisen haben. Bei der Berechnung der Durchschnittsleistung darf man jedoch nicht übersehen, daß zur Bahn auch die in den Jahren 1903—1906 erbaute schwierige Zweigbahn von Deraa nach Haifa am Mittelmeer mit 161 km Länge gehört; es sind demnach in sieben Jahren 1011 km gebaut worden, was einer durchschnittlichen Jahresleistung von 148 km entspricht, die mit der von Geheimrat v. Kapp als mutmaßlich hierfür angegebenen von 150 km übereinstimmt. Herr v. Kapp hatte noch im Jahre 1901, auf unmittelbare Veranlassung des Sultans, nach einer Bereisung des ersten Teils der Bahn, einen für die Organisation und spätere Bauausführung grundlegenden Bericht eingereicht und im Jahre 1905 eine neuerliche Reise auf der Bahn mit nachfolgendem Bericht gemacht. Schon in dem ersten Bericht wurde sowohl auf die Unerläßlichkeit der Verbindung mit Haifa, als auch auf die Nützlichkeit der allerdings sehr schwierigen Verbindung von Maan nach Akaba zunächst wenigstens als strategische Straße und vor allem auf den Angriff des Baues von Süden, d. h. von Dschedda über Mekka nach Medina, hingewiesen. Nur die Bahn nach Haifa gelangte zur Ausführung; dagegen scheiterte die Zweigbahn Maan-Akaba, zu deren Ausführung im Herbst .1904 bereits ein Irade erlassen worden war, angeblich an dem Einspruch einer Botschaft in Konstantinopel und die zweckmäßige und sicher seh]' ertragreiche Verbindung von Dschedda und Mekka (75 km) an der Furcht der Konstantinopler Kreise vor einem möglichen Handstreich auf Mekka, ehe diese Stadt von Norden mit der Bahn zu erreichen, also zu verteidigen sei. Indessen sind doch Maßnahmen ergriffen worden, um den Unterbau der Bahn wenigstens von Mekka aus gegen Medina auszuführen, so daß das von Norden ankommende Geleisematerial, von Medina ab in verhältnismäßig kurzer Zeit bis Mekka vorgestreckt werden kann. Da Medina rund 1450 km, und Mekka rund 1850 km von Damaskus entfernt sind, so bleiben am 1. September 1907 noch 500 und 900 km zu hauen übrig, d. h. die Balm ist beinahe halbwegs Mekka angelangt. Sie kann bis Medina 1910, vielleicht schon 1908, und bis Mekka 1913 fertiggestellt sein, wobei a,n letzterem Zeitraum etwa 1 Jahr gewonnen werden kann, falls tatsächlich der Unterbau von Mekka bis Medina in den nächsten 3 bis 4 Jahren hergestellt werden sollte. Jedenfalls ist das von der Türkei bisher erreichte Werk eine äußerst an-

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