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Palästina · 1907-09-01 · Heft 9-12 (September 1907) · p. Seite 244

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Journal
Palästina
Volume
4 (1907)
Issue
Heft 9-12 (September 1907)
Article
Die Aktiengesellschaft "Geulah", ihre Entstehung, Bedeutung und bisherige Tätigkeit
Date
1907-09-01
Page
Seite 244 (sequence 2)
Language
German
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— 244 — ist. Denn man mag von einer industriellen Kolonisation noch so hoher Meinung sein, man mag auch den hohen politischen Wert einer starken Beteiligung am Handel und Veikohr des zu kolonisierenden Landes vollauf anerkennen, letzten Endes wird aber doch dasjenige Volk den größten, auch rein politischen Einfluß ausüben und die bedeutendste sozialökonomische Macht besitzen, welches es verstanden hat, den meisten Grund und Boden des Landes in seinen Besitz zu bringen. Will man daher im Ernst an die Ansiedlung des jüdischen Volkes in Palästina herangehen und das Tempo beschleunigen, so muss man vor allen Dingen darnach streben, möglichst viel Grund und Boden in jüdischen Besitz zu bringen und damit bei den jüdischen Grundbesitzern das Interesse für das weitere Blühen und Gedeihen des Landes wachzurufen und zu erhalten. Es ist eine Tatsache, daß den breitesten Schichten des jüdischen Volkes eine tiefe Sehnsucht nach Palästina inne wohnt, daß ihnen als Ideal vorschwebt, auf dem geweihten Boden noch zum Landbau zurückzukehren. Daß trotz dieses tief in der jüdischen Volksseele eingewurzelten Gefühls die Privatinitiative sich so außerordentlich wenig an dem Erwerb von Grund und Boden in Palästina beteiligt, ist nur dadurch zu erklären, daß die beim Bodenerwerb in Palästina sich entgegenstellenden Schwierigkeiten infolge der komplizierten türkischen Verwaltungsverhältnisse für die Einzelperson tatsächlich sehr groß sind. Es muß daher der Privatinitiative ein spezielles, mit den nötigen Geldmitteln und Sachkenntnissen ausgerüstetes Organ systematisch zu Hilfe kommen. Das war auch der Gedankengang, der eine ganze Anzahl der hervorragendsten russischen Zionisten und Chowewe-Zion seit vielen Jahren beseelt hat, bis es gelungen ist, in der Generalversammlung der Palästina-Gesellschaft im Oktober 1902 folgende Resolutionen zur Annahme zu bringen: 1. Die Generalversammlung der Palästina-Gesellschaft erachtet eine allseitige und kräftige Förderung der Privatinitiative in Sachen des Bodenankaufs in Palästina für in hohem Maße wünschenswert. 2. Zu diesem Zwecke wählt die Versammlung 6 Personen, denen die weitere Verfolgung dieses Zieles und die Organisation des Unternehmens übertragen wird» 3. Um es zu verhindern, daß Privatpersonen, die in Palästina Boden erwerben wollen, auf irgendwelche Unterstützungen seitens des Odessaer Palästina-Comites rechnen könnten, wird sich Letzteres, als offizielle Institution, an der Organisation des Bodenankaufs durch Privatpersonen nicht beteiligen. Mit der letzten Eesolution wollte die Versammlung klar und deutlich zum Ausdruck bringen, daß dem neuen ins Leben zu rufenden

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