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Palästina · 1907-06-01 · Heft 6-8 (Juni 1907) · p. Seite 152

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
4 (1907)
Issue
Heft 6-8 (Juni 1907)
Article
Die Industrien Palästinas
Date
1907-06-01
Page
Seite 152 (sequence 4)
Language
German
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— 152 — d. auf Grund von Export-Möglichkeiten. 2) Die bestehenden Industrien im Lande. (Speziell: jüdische Unternehmungen). Industrielle Möglichkeiten in Palästina. Die Produktion des Landes an eigenen Rohstoffen wäre naturgemäss die erste Grundlage für Industrien. Was im Lande wächst oder gefunden wird und anderwärts Industrien ermöglicht, könnte auch hier zur Entwickelung von Industrien führen, wobei wir zunächst den eigenen Bedarf des Landes im Auge haben. Aber auch der entwickelte Import bestimmter Industrie- Artikel des Auslands könnte dadurch verdrängt werden, dass im Lande selbst Ersatz-Materialien gefunden, oder vom Ausland statt des fertigen Artikels nur die Rohmaterialien bezogen werden. Und schliesslich kommt lür die Industrie Palästinas die Möglichkeit in Betracht, — und zwar sowohl auf Grund eigener Rohmaterialien, wie etwa auch auf Grund der in manchen Industrien billigeren Arbeitslöhne — für ausländische Märkte zu fabrizieren. In gewissem Sinne gehören hierher auch die Industrien, denen der Affektionswert Palästinas einen speziellen Markt verschafft. Die hauptsächlichsten landwirtschaftlichen Produkte Palästinas, soweit sie für Industrien in Betracht kommen, sind: Weizen, Gerste, Durra, Oliven und Sesam, Orangen und Weintrauben, Wolle, Häute und Felle. Die Getreide-Produktion, die recht beträchtlich ist und auch in Bezug auf Qualitäten sich auszeichnet, würde die Mühlen-Industrien, die Makkaroni-Fabrikation und die Spiritus-Gewinnung begünstigen. In allen drei genannten Industrien wäre auch ein Export wohl möglich. Zurzeit aber wird Spiritus aus Getreide noch garnicht gewonnen. Die Makkaroni-Fabrikation befindet sich im allerersten Stadium, und die Mühlen- Industrie deckt noch nicht einmal den Bedarf des Landes, so dass neben einem sehr beträchtlichen Getreide-Export immer noch ein ziemlicher Import von feinerem Mehl zu verzeichnen ist. Die Ölfrüchte Palästinas, also vor der Hand Oliven und Sesam, werden schon jetzt industriell verarbeitet. Das Olivenöl Palästinas und die daraus fabrizierte Seife sind — zusammengerechnet — der bedeutendste Export-Artikel des Landes während das Sesam - O 1 wohl ausschliesslich im Lande ver-

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