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Palästina · 1907-06-01 · Heft 6-8 (Juni 1907) · p. Seite 143

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
4 (1907)
Issue
Heft 6-8 (Juni 1907)
Article
Die praktische Arbeit in Palästina in den letzten zwei Jahren
Date
1907-06-01
Page
Seite 143 (sequence 3)
Language
German
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— 143 — 4000 Dunam bei Ekron. Die „Geulah" kaufte mit Unterstützung derAngloPalästina-Bank2500Dunam bei Rechobhoth,. 2000 Dunam ebenda bei Bir-Salem, 15u0 Dunam bei Chederah und 600 Dunam bei Wadi-el-Chanin. An den letzten zwei Käufen beteiligte sich auch die I. C. A, Ausserdem kaufte eine Gesellschaft einheimischer Juden 600 Dunam Orangenboden bei Petach-Tikwa an der Audscha. In den letzten Tagen ist auch die Aufteilung der Fedscha (mehr als 2000 Dunam), die die AngloPalästina-Bank noch vor 3 Jahren gekauft und die an Petach-Tikwa grenzt — durchgeführt worden. Den Boden bei Ekron und Chederah erhielten die Kolonisten (bis auf 400 freigebliebene Dunam). In Wadi-Chanin wird die I. C. A. einen Teil des Bodens den Kolonisten abgeben und auf dem übrigen Boden wahrscheinlich Orangengärten anlegen. Den Boden bei Rechobhoth haben die dortigen Kolonisten angekauft und nur auf einem Teile davon haben Neuangekommene Mandel- und Ölbäume gepflanzt. Auf dem Boden der Bank in C h u 1 d a und Lud können sich bloss diejenigen niederlassen, die ausser Getreidebau auch in ausgedehntem Masse Plantagenbau betreiben werden. Auch der Boden der „Geulah" (in Bir-Salem) eignet sich bloss für Pflanzungen. Nun sind aber die minder bemittelten Leute nicht in der Lage auf den Ertrag zu warten und die vermögenden ziehen es vor, lieber mehr zu zahlen und eine bereits Ertrag bringende Anlage zu kaufen. Ausserdem fehlte es an geeigneten Vorbedingungen, um ein neues Zentrum jüdischer Ansiedlung zu schaffen. So kam es, dass auch diejenigen einheimischen und neuen Familien, die sich mit Pflanzungen abgeben, die Ansiedlung in den bereits bestehenden Kolonien: Petach-Tikwa, Kfar- Saba und Rochobhoth vorzogen. In Fedscha wird vielleicht eine neue Ansiedlung entstehen. Wenn die Bank einen Teil des Bodens dem Komitee der Chowwei-Zion verkaufen wird, dann werden sich dort etwa 20 Arbeiter ansiedeln, die auch Gemüsebau treiben werden. Bauplätze und Häuser in den Städten. 1. In Jerusalem fahren verschiedene Vereine fort, neue Strassen zu bauen. So baut eine Londoner philantropische Gesellschaft ein Viertel von 150 Häusern. Es giebt auch zwei private Bauvereine, die von der Anglo-Palest.-Comp. zu günstigen Bedingungen Geld bekommen haben. In letzter Zeit beginnt ein grosser Handwerkerverein ein neues Viertel zu bauen.

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