Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 4 (1907)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1907)
- Article
- Handel Smyrnas
- Date
- 1907-05-01
- Page
- Seite 138 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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- İzmir 2× ep/1047963
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— 138 — weitergehen läßt bis Haidar-Pascha (Konstantinonel), zahlt für diese größere Reise von 273+477 km nur 13-J-101/2 =231/2 Ltq. Wer 15 t Weizen von Karahissar nach Smyrna sendet, zahlt hierfür 18 Ltq., wenn der Weizen aus Karahissar stammt, jedoch nur 14 Ltq., wenn der Weizen von weiterher, von der anatolischen Bahnstrecke kommt; dies muß durch Zeugnisse nachgewiesen werden. Die Kassaba- und die anatolische Eisenbahn haben seit etwa über 2 Jahren ein Tarifübereinkommen, das noch größeren Mißverhältnissen ein Ziel setzte. Noch heute kommt anatolische Gerste unter gewissen Preisverhältnissen über die anatolische Bahn nach Derindje am Marmarameer und zur See von Norden nach Smyrna. Man darf aber diesen Tarifverhältnissen der äußersten Eisenbahn-Endpunkte keine übertriebene Bedeutung für den Handel Smyrnas beimessen. Zunächst liegen diese Punkte an der äußersten Peripherie des Handels. Unter normalen Verhältnissen dürfte er kaum berufen sein, sich weit darüber hinaus auszudehnen; ein Teil des Handels jener Gegend wird sogar nach Weiterführung der anatolischen Bahn über das Taurusgebirge seinen natürlichen Weg nach Süden zum Hafen von Mersina nehmen. Es wird sich hier aber mehr um Schaffung und Erschließung neuer Handelsgebiete als um Störung und Änderung alter handeln: der Handel Smyrnas hat auch nach Eröffnung der Strecke EskischeYr-Konia in seiner seit 30 Jahren stetig steigenden Entwicklung nicht innegehalten. Sein Hauptgebiet in Anatolien waren eben bisher nicht die Gegenden zwischen Kutahia und Konia, sondern die natürlicher nach der Westküste gravitierenden fruchtbaren Täler des Hermus (Kassababahn) und des Mäander (Aidinbahn), die im Verein mit ihrem unmittelbaren Hinterlande dem Smyrnaer Exporteur seine bedeutendsten Artikel liefern. Von hier bezieht Smyrna jährlich durchschnittlich 50000 t Rosinen im Werte von etwa 16000000 Mk. 120-150000 t Gerste „ „ „ „ 14000000 „ 60000 t Valonea „ „ „ „ 11000000 „ 7—8000 t Baumwolle „ „ „ „ 8000000 „ 25000 t Feigen „ „ „ „ 5500000 „ 300 t Opium „ „ „ „ 5000000 „ 2000 t Tabak „ „ „ „ 4000000 „ 15_18000 t Süßholz „ „ „ „ 2000000 „ 20000 t Futterbohnen „ „ „ „ 2700000 „ Diese 9 Ausfuhrartikel bringen dem Markte also allein einen Wert von rund 70000000 Mk. Nur ein mäßiger Prozentsatz der Gerste und des Opiums stammt aus den Gebieten, die auch die anatolische Bahn bedient. Nicht aufgeführt ist in der Tabelle ferner der jährliche Eigenbedarf Smyrnas an Weizen, der 500000 Sack oder rund 55000 t beträgt. Andererseits versorgt der Smyrnaer Hafen gerade diese Produktionsgebiete mit europäischen oder amerikanischen Industrieerzeugnissen. Hier liegen die wichtigeren und verhältnismäßig kaufkräftigeren Ortschaften, deren Händler bei den Großimporteuren Smyrnas kaufen, wie Magnesia (35000 Einwohner), Kassaba (22000), Alaschehir (20000), Uschah (13000), Kula, Gördes, Akhissar, Kirkagatsch (sämtlich an der Kassababahn) und Aidin (36000), rtaski (22000), Denisli (17000),. Diner, Sparta, Baindir, Tira, Ödemisch, Sokia (sämtlich an der Aidinbahn). Andere bedeutendere Ortschaften, die sich ganz oder zum Teil in Smyrna versorgen, sind noch: im Osten Afiun-Karahissar (Kassaba- und anatolische Bahn), im Norden Balukesser, ferner die Küstenplätze, von Norden nach Süden aufgezählt: Adramit (15000), Aivali (30000), Dikeli, Tschesme, Budrum, Adalia und selbst Mersina. Endlich zen-