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Palästina · 1907-05-01 · Heft 5 (Mai 1907) · p. Seite 135

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
4 (1907)
Issue
Heft 5 (Mai 1907)
Article
Der Nahr el Audsche
Date
1907-05-01
Page
Seite 135 (sequence 4)
Language
German
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— 135 — Florida in den Vereinigten Staaten eine sehr ähnliche Frucht, und diese Konkurrenz kann möglicherweise rapid wachsen, auch melden die letzten Handelsberichte eine bedeutende Vermehrung der Orangen'Produktion von Saida und anderen Häfen der syrischen Küste. Dagegen läßt sich mit Recht einwenden, daß man bei billigeren Bewässerungs* preisen auch ruhig einen Preisniedergang ertragen kann, ohne daß dadurch ein geringerer Mutzen erzielt würde als jetzt. Hedjas Bahn. Der britische Vizekonsul von Haiffa berichtet, daß die Verwaltung der Hedjas* Eisenbahn seit Anfang September einen dreimaligen Eisenbahndienst pro Woche zwischen Haiffa und Damaskus eingerichtet hat. Während der Monate Juli bis September sind grosse Quantitäten Material für die Hedjas-Eisenbahn in Haiffa ein^ getroffen. Es löschten dort in der Regel jeden Tag drei bis acht Schiffe ihre Ladungen. Infolge der schlechten Hafenverhältnisse werden aber alle Dampfer gewöhnlich mehrere Tage über ihre Liegezeit hinaus zurückgehalten. Deutschland in Ägypten. Unter obigem Titel bringt die Tägliche Rundschau'* vom 28. Februar einen lesenswerten Aufsatz von Richard Schott, der das lebhafte Interesse der Deutschen an dem wirtschaftlichen Aufschwung des Orients nachweist. Während der politische Einfluß Großbritanniens in Kairo seit der Faschoda' Affäre so außerordentlich gewachsen ist, daß man das Land der Pharaonen schon jetzt als das ansehen kann, was es in absehbarer Zeit auch dem Namen nach sein wird, als eine englische Kolonie, sind die Engländer in ihren wirtschaftlichen Beziehungen zu Ägypten trotz des beispiellosen Aufschwunges, die die glänzenden Baumwollenernten der letzen Jahre dort zur Folge gehabt haben, so gut wie gar nicht weitergekommen. Englands prozentuale Beteiligung am ägyptischen Außen* handel, die im Jahre 1903 noch 45,3 betrug, ist sogar in stetigem Rückgang begriffen, — sie sank 1904 auf 44,3, 1905 auf 42,5 — während andere Länder, wie Frank' reich, die Türkei, ÖsterreiclvUngarn und Amerika mehr oder weniger bedeutende Steigerungen zu verzeichnen hatten. Deutschland erscheint in den Handelsberichten von Alexandria seit Jahren an vierter Stelle. Sein Gesamtumsatz im Handel mit Ägypten im Jahre 1905 wird mit etwa 56 Millionen Mark angegeben, ist in Wirklichkeit aber bedeutend größer gewesen, •da ein nicht unbeträchtlicher Teil der deutschen Ausfuhr über österreichische, italienische, niederländische und belgische Häfen geht und in der Statistik als ein Teil der Ausfuhr dieser Länder erscheint. Jedenfalls wird der Umfang unserer Handelsbeziehungen zu Ägypten dadurch keineswegs erschöpfend gekennzeichnet. Bei verschiedenen Handelsartikeln, wie Strumpf' und Wirkwaren, Schlosserwaren, Lokomotiven, Steh' und Wanduhren, Musikinstrumenten, Steingut und Porzellan, nimmt Deutschland als Einfuhrland die erste Stelle ein, und für manche ägyptische Ausfuhrartikel, wie Zigaretten und Gummiarabikum, sind wir die Hauptabnehmer. Vor allem aber ist der allgemeine Aufschwung des Landes, der in kurzer Zeit so ungeheuere Kapitalien nach Äpypten geführt hat, auch den zahlreichen großen deutschen Geschäftshäusern in Alexandrien und Kairo zugute gekommen, deren Erfolge naturgemäß unsere Handelsbeziehungen mit Ägypten in nicht minder günstiger

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