Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 4 (1907)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1907)
- Article
- Die Insel Cypern
- Date
- 1907-03-01
- Page
- Seite 64 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2379786-2379797-2379800-2381213--00897-2381280- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
— 64 — von der er die Hälfte beansprucht, ausserdem zurückzuzahlen sind. Die Produkte der Mirie-Ländereien, soweit sie Weizen, Gerste, Hafer und Wicken sind, zahlen eine Steuer von JLO °/0 in Natura, lieferbar im Regierungsspeicher, wobei die Transportkosten für Entfernung über 3 englische Meilen zurückvergütet werden. Die anderen Produkte zahlen keinen Zehnten, sondern nur einen Export-Zoll; das Johannisbrot zum Beispiel wird bei der Versendung gewogen und mit 1 Schilling per Kantar von 120 Pfund verzollt. Baumwolle, Anis- und Leinsaat, Trauben und Seide unterliegen einem speziellen Export-Zolltarif. Der Zehnte wurde unter türkischer Verwaltung auf alle Landesprodukte ohne Unterschied erhoben, ist aber von der englischen Administration nur für die oben genannten Produkte beibehalten worden. Ausser dem Zehnten wird auf Grundeigentum noch eine jährliche Steuer (Vergi Kimat) im Betrage von 4 per tausend des geschätzten Wertes erhoben. Dieselbe Steuer liegt auf dem mit Häusern bebauten Land und vermietete Baulichkeiten zahlen ausserdem den Vergi Irad von 4 °/o des jährlichen Mietspreises. Ausserdem gibt es noch eine Viehsteuer von 40 Pfennigen per Hammel, 52 Pfennigen per Ziege und 50 per Schwein. Die Bedeutung der verschiedenen Steuern für das Budget geht aus folgender Aufstellung hervor: 1903—1904 1904—1905 Der Zehnte £ 66403 62126 Schaf- und Ziegensteuer „ 11500 10 857 Schweinesteuer „ 762 941 Vergi „ 33664 32184 Total £ 112 329 106108 Gegenüber einem Gesamt- Budegtv. £ 215 359 218 884 Die genannten Einkünfte machen also mehr als die Hälfte des Gesamtbudgets aus. Der Bodenpreis schwankt nach den Steuerschätzungen zwischen 1 und S1^ £ per Feddan (entspricht Mk. 50,— bis 175,— per Hektar). Bei den meisten Transaktionen jedoch hängt der Preis von dem für Bewässerungszwecke verfügbaren Wasserquantum ab. In der Gegend von Morphou hatte die Regierung kürzlich für einige leicht bewässerbare Ländereien,