Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 4 (1907)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1907)
- Article
- Geschichte Palästinas seit Bar-Kochba
- Date
- 1907-01-01
- Page
- Seite 37 (sequence 3)
- Language
- German
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- Safed 2× ep/1046078
- Aleppo 1× ep/1047811
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— 37 — den dritten Kreuzzug (1189) veranlasste; 1191 wurde Akka nach langer Belagerung mit Hilfe der Franzosen und Engländer von den Christen zurückerobert, aber Streitigkeiten zwischen den Kreuzfahrern verhinderten die Eroberung Jerusalems; im Frieden wurde nur der Besitz des schmalen Küstenstriches erreicht. Bald nach dem Abzug der Kreuzfahrer bedrängte Saladins Bruder, der nach dessen Tode Herrscher von Palästina geworden war, die Franken. Ein vierter Kreuzzug (1204) und ein fünfter (1217) hatten keinen Erfolg; ebenso verliefen die beiden letzten (1240 und 1248) resultatlos. Im Verlaufe der nächsten Jahre brachen die Mameluken in Palästina ein, eroberten 1266 Safed und Jafa und verdrängten 1291 durch die Einnahme Akkas die Europäer ganz aus Palästina. Die nächsten Jahrhunderte vergingen durch Thronstreitigkeiten und innere Kämpfe der Mameluken. 1516 brach ein Krieg zwischen den Mameluken und Osmanen aus. Die Mameluken wurden nördlich von Aleppo vom Sultan Selim geschlagen und das ganze Land kam in die Hände der Osmanen. Nun verschwindet Palästina wieder einige Jahrhunderte aus der Geschichte, bis im Jahre 1799 Napoleon L, von Ägypten kommend, Jafa einnahm und Akka belagerte; er lieferte auf der Ebene Jesreel den Türken eine Schlacht und gelangte bis Safed und Nazareth. (Damals entstand auch wohl in ihm der hochherzige Plan von einer Wiederherstellung des jüdischen Reiches.) Er eroberte jedoch Palästina nicht und mit Ausnahme einer kurzen Zeit von 1831—1840, wo es unter ägyptischer Herrschaft stand, blieb Palästina eine Provinz des türkischen Reiches. Der Besitz Palästinas wurde u. a. im § 30 des Pariser Vertrages (vom 30. März 1856, Abschluss des Krim-Krieges) von den europäischen Mächten der Pforte garantiert. MITTEILUNGEN UND MISZELLEN. Die Hedschasbahn. Über die weitere Ausgestaltung der Hedschasbahn schreibt die Zeitung des Vereins deutscher Eisenbahn-Verwaltung zu Berlin am 19. Dezember 1906: Die Erkundigungsreisen von Muchtar Bey sowie die Herstellung eines Bahntelegraphen' drahtes und des schon älteren Staatstelegraphen nach Medina haben wohl soviel bewiesen, daß unübersteigliche Hindernisse im Gelände nicht vorhanden sind. Aber um so schwieriger und kostspieliger wird die zunehmende Entfernung von Damaskus