Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 4 (1907)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1907)
- Article
- Ein Beitrag zur Kartenkunde und zum Vermessungswesen Palästinas
- Date
- 1907-01-01
- Page
- Seite 11 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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- Safed 1× ep/1046078
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— 11 — Das Westufer des Tiberiassee und Galiläa bis hinauf zum Dschissr Benät Jaküb (die erste Jordanbrücke) nördlich, und Safed westlich wurde durch Ch. Paultre, und die Route von Akka nach Safed via Rameh durch Lieutenant Vernois aufgenommen. Die Vermessung der Küstenstrasse von Ras el Nakura bis nach Tyrus oblag dem General Vial. Ausserdem erfolgte eine Routenaufnahme von Gaza über den Karmel nach Akka. Die Jacotin'sche Karte galt während langer Zeit wegen ihrer schönen Ausführung als ein einwandfreies Material. Aber bedauerlicherweise war sie durch die vielen Eintragungen auf unsichere Erkundigungen hin und durch Einzeichnung von Phantasietopographie weit davon entfernt, den Anspruch auf grosses Vertrauen machen zu können. Zudem war in Ermangelung einer Kontrolle durch astronomisch bestimmte Punkte oder infolge fehlerha ter Triangulation die Küstenlinie von Gaza nach Akka um 1/s Längengrad zu weit nach Osten verlegt worden. In dieser Zeit und den darauf folgenden Jahrzehnten wurde eine ganze Menge von wertvollem topographischem Material, bestehend aus Itinerarien, Routenskizzen, astronomischen Punktbestimmungen, barometrischen und anderen Höhenmessungen, von gelehrten Reisenden und Geographen gesammelt. Unter diesen sind hervorzuheben Niebuhr, Seetzen, Burkhardt, Lynch, Symonds, Robe, Scott, De Saulcy, von Wildenbruch, De Bertou und viele andere. An vollständigen Kartenwerken, die hauptsächlich als compilatorische Arbeiten zu betrachten sind, in denen die Verfasser mit mehr oder minder kritischem Verständnisse eigene Verraessungsergebnisse mit denen der früheren Reisenden vereinigten, sind folgende zu nennen: 2. Die J. L. Grimmsche Karte im Massstabe 1 : 900000 und vom Jahre 1830, die von Karl Ritter ,,ein in der Konstruktion nicht unverdienstliches, aber in der lithographischen Manier geschmackloses, missglücktes, hart ausgeführtes Blatt" genannt wird. 3. Im Jahre 1835 erschien in Gotha die zu ihrer Zeit vorzügliche Berghaus'sche Karte mit geographischem Memoir zur Erklärung und Erläuterung der Karte von Syrien.