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Palästina · 1907-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1907) · p. Seite 10

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
4 (1907)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1907)
Article
Ein Beitrag zur Kartenkunde und zum Vermessungswesen Palästinas
Date
1907-01-01
Page
Seite 10 (sequence 3)
Language
German
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— 10 — die erste mehr oder minder systematische topographische Aufnahme Palästinas im Massstabe 1 : 100000 zuzuschreiben. Diese Karte in 5 Messtischblättern war ein Teil des während des napoleonischen Feldzuges nach Ägypten und Syrien entstandenen 47 blätterigen unter folgendem Titel veröffentlichten Atlas. „Carte topographique de 1' Egypte et plusieurs parties des pays limitrophes, levee pendant Y expedition de 1' armee fran^aise par les ingenieurs geographes militaires, pubjiee par ordre du gouvernement. Paris 1810. Die Aufnahme wurde durch den Genie-Offizier Jacotin, vom grossen Generalstabe Napoleons, unter Assistenz des Artillerieoffiziers und Adjutanten des General Kleber, Ch. Paultre 3) geleitet. Jacotin legte seine Triangulationsbasis in die Ebene von Akka und baute ein reguläres Dreiecksnetz4) von 92 deutschen Quadratmeilen auf, an welches er 153V2 Quadratmeilen durch Astrolabiumvermessung anschloss. Die Detailvermessung wurde zum grossen Teile von Jacotin selbst besorgt. Er nahm die Ebene von Akka bis zum Ras el Abiad auf, folgte dann dem Kisonlaufe zu Berg bis in die Nähe von Chirbet el Kireh, trug von Akka aus die Wege nach Schef Amer, Abilin, Bedoweih, Sephurie, Nazareth, Kefr, Kenna, Khan Tudschär (jetzt Suk el Khan) auf und schloss den Berg Tabor, Neby Duhy und Kefr Menda durch Einschneiden an sein Dreiecksnetz an. Vom Tabor aus wandte er sich nach Dschissr Mudschämie (die zweite Jordanbrücke), legte die Lage von Besän fest, sowie den Jordanlauf stromaufwärts bis zum See von Tiberias und den Lauf des Jarmuk von seiner Mündung circa ö1^ km stromaufwärts. Dagegen wurde die Gegend von Dschenin bis Nabulus nicht von ihm besucht, sondern einfach auf die Angaben eines Eingeborenen namens Jaküb Habib aus Schef Amer in die Karte eingezeichnet. 3) Autor eines ebenfalls bekannten Kartenwerks: Carte physique et politique de la Syrie pour servir ä 1' histoire des conquetes du general Bonaparte en Orient. Paris 1803. 4) Dasselbe musste entweder schlecht gemessen oder rechnerisch bearbeitet worden sein, da enorme Verschiebungen in der Locierung der trigonometrischen Punkte unterliefen

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