Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 2 (1903-1904)
- Issue
- Heft 3-6
- Article
- Aus Kleinasien und Syrien
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 163 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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— 163 — Transport: 4 372 320 Mk. 4 899 640 Mk. Bauholz.......\ . . . 184 000 „ 208 400 „ Kaffee........... 160 720 „ 162 600 „ Leere Säcke......... 104 000 „ 107120 „ Eisen. Stahl und Eisenwaren ... 113600 „ 104400 „ Verschiedenes ........ 1 425 360 „ 2 437 840 „ zusammen . . . 6 360 000 Mk. 7 920 000 Mk. Wie aus dieser Uebersicht hervorgeht, vermag die Insel nicht den gesamten Bedarf an Nahrungsmitteln für die Bevölkerung zu erzeugen, sondern ist in dieser Hinsicht auf die Zufuhr vom benachbarten anatolischen Festlande angewiesen, woher unter anderem jährlich 6—7000 Stück Vieh eingeführt werden. Der Import von Kolonialwaren ist so erheblich, weil von Mytilene aus auch die festländischen Hafenplätze Adramyti, Kemer, Aivaly und Dikeli mit diesen Artikeln versorgt werden, wobei der Handel durch die Tätigkeit der „Banque de Metelin" namhaft unterstützt wird. Der Anteil Deutschlands an •diesem Handel hat sich ganz wesentlich gesteigert, seitdem die „Deutsche Levante-Linie" seit 1897 die Insel regelmässig anläuft und einen direkten Verkehr mit Hamburg ermöglicht. II. RHODOS. Für die vielgestaltige Inselflur des Aegäischen Meedes wird die grosse Insel Rhodos zum Schlussstein im Südosten, und sie bildet gleichzeitig einen Pfeiler für die Inselbrücke, die sich von der kleinasiatischen Küste über Karpathos, Kasos, Kreta und Kythera in einem nach Norden geöffneten Bogen nach dem Peloponnes hmüberschwingt und den alten Landzusammenhang zwischen den festländischen Gestaden im Osten und Westen der Aegäis andeutet. Die aus Kreidekalken aufgebauten Gebirge nehmen die Westseite der Insel ein, so ■dass sich eine sanftere Abdachung nach Osten herausbildet, an der zahlreiche Wasserläufe zu Tal rinnen. Hier treten paläozoische Gesteine zutage, die an vielen Stellen wiederum von jungen Meeres- ■ablagerungen (marinem Pliocän) verhüllt werden. Die Ostseite bietet daher einer wirtschaftlichen Nutzung viel günstigere Bedingungen als das trocknere Kalkgebirge der Westseite, •doch auch dort ist nur ein Teil des ertragreichen Bodens in Kultur genommen worden und wird in ganz unzulänglicher Weise beackert. Das Klima der Insel ist ausserordentlich mild, selten fällt das Ther- 4*