Mannheim
Compact Memory

Palästina · 1903-01-01 · Heft 3-6 · p. Seite 141

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
2 (1903-1904)
Issue
Heft 3-6
Article
Abrahamś Weinberg bei Jerusalem
Date
1903-01-01
Page
Seite 141 (sequence 7)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2379786-2379793-2379796-2380877--00632-2380967
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

- 141 — wie gegraben wurde und wie der Boden an jenen Stellen, wo der Felsen hatte weichen müssen, ausgefüllt wurde. Die kleinen Steine wurden ausgebrochen, zurückgelegt und mehrere Fuss tief mit gutem Boden überdeckt. Sie hatten es mit grosser Gewandtheit so einzurichten gewusst, dass zwei Personen die Arbeit von dreien verrichteten; indem nämlich zwei Männer an Seilen grosse, mit Erde gefüllte Kisten herbeischafften, sparten sie das ewige Hin und Her der Körbe, die sonst verwendet werden. Die Kisten halten so viel wie mehrere Körbe.. Die Sparsamkeit fiel mir besonders deshalb auf, weil ich von der Herstellung des Gartenpfades in N. her wusste, wie kostspielig die Arbeit mit den Erdkörben ist. In der Eingangshalle ist ein schönes Bureau,, das von den Juden hergerichtet ist. In einem angrenzenden Raum wird Seife geschnitten und getrocknet. Ich versuchte die Seife, und sie ist grossartig. Dann kam die Zimmermannswerkstätte, aber, es schien mir alles zu eng und zusammengedrängt. Aber als ich den neuen, jetzt errichteten Bau sah, war ich entzückt. Man kommt dort zuerst in einen grossen, hellen Raum für die Seifensiederei, an den sich ein schöner luftiger Raum schliesst, wo die Seife geschnitten und getrocknet wird. Der ganze Bau ist von den Leuten selbst ausgeführt worden, sogar der Baumeister war einer von ihnen. Dann ging ich in jenen merkwürdigen unterirdischen Rundbau (das alte Columbarium) mit den reihenweisen Nischen für Graburnen und Tränenkrüge. Noch eine alte Treppe mit elf Stufen und einem Aufsatz, der an ein Römerbad erinnert, ist ausgegraben worden, aber die Stufen sind zu gewaltig für das kleine Bassin. Auch eine Weinkelter ist hier blossgelegt worden,, möglicherweise die als ,,des Königs AVeinkelter" erwähnten .... Auszug auseinem Brief, geschrieben im Dezember 1900 von einem Herrn, der sich in England, als Chef eines Unternehmens, in dem 6000 Arbeiter beschäftigt waren, eine grosse praktische Erfahrung zu eigen gemacht hat: „Mir, als Ingenieur, war die auf dem Weinberg etc. unter der Leitung Mr. Dunns geleitete praktische Arbeit am meisten interessant. Ich war besonders von der mechanischen Begabung der jüdischen Arbeiter in den verschiedenen Departements betroffen. Ich fand, dass das t Brechen der Steine für die grosse Cisterne ebenso gut. ausgeführt wurde und mit ähnlichen Vorkehrungen, wie in unseren Steinbrüchen in Westmoreland. Auch das von ihnen aufgeführte- Mauerwerk liess keinen Unterschied erkennen, was ich auch von allem anderen sonst Besichtigten sagen muss. Die Seifenfabrikation im speziellen ist eine glückliche Einrichtung, und es ist zu hoffen,, dass sie sich zu einer grossen Industrie entfalten wird. . . . (Es folgt hier eine eingehende Erörterung der Vorzüge jenes Fabrikats.) . . . ,

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.