Mannheim
Compact Memory

Palästina · 1903-01-01 · Heft 3-6 · p. Seite 127

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
2 (1903-1904)
Issue
Heft 3-6
Article
So lange es Zeit ist
Date
1903-01-01
Page
Seite 127 (sequence 3)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2379786-2379793-2379796-2380874--00614-2380953
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

— 127 — sie überhaupt existieren. Die Tüikei hat mehr als einmal erklärt, auch in ihren asiatischen Gebieten, mit Ausnahme Palästinas und Syriens, gerne jüdische Kolonisten aufzunehmen, ja zuweilen sogar, ihnen Ländereien zu schenken — und sie wird dann auch wohl die beste Gelegenheit haben, sich von der Loyalität und Nützlichkeit der Juden für den Staat zu überzeugen. Was Cypern betrifft, ist an einen Widerstand Englands nicht zu denken, und, wenn Aegypten in Frage kommen sollte, so wird wohl auch dieses keine besonderen Schwierigkeiten machen. Nur von uns hängt es ab, ob das grosse Hilfswerk Tatsache werden soll. Den nationalen Juden aber obliegt es, für die gewaltigen Kolonisationspläne, welche hier besprochen wurden, einzutreten, sie mehr ins Detail auszuarbeiten und die Organisation zur Durchführung derselben zu schaffen. Nur ernstlich wollen, und bald kann eine grosse Gesellschaft für jüdische Kolonisation in Kleinasien, Cypern usw. gegründet sein. Nur nicht den rechten Zeitpunkt versäumen. Lassen wir uns nicht auch diesen Boden von anderen Eifrigeren nnd Klügeren vorwegnehmen. Es gilt das Wohlsein von Millionen Brüdern, es gilt die Zukunft unseres Volkes!" UEBER OLIVEN-KULTUR IN PALAESTINA. Wir finden in einem Artikel „Die Fruclitbäume in Syrien, insbesondere Palästina" von Dr. Leo Anderlind (Zeitschrift des Deutschen Palästina-Vereins, Band XI, Heft 2, Seite 69—104) auf Seite 73—74: „Für jeden Olivenbaum ist, sobald er vollen Ertrag liefert, jährlich eine Steuer von 1,5 Piaster (etwa 23 Pfennige) zu entrichten. Bezüglich des Ertrages rechnet man bei Jerusalem, dass ein schöner Olivenbaum durchschnittlich jährlich mindestens einen halben Napoleon (8 Mark) einbringt.1) Auf dem Hektar stehen ungefähr 200 Olivenbäume; mithin liefert eine solche Fläche jährlich einen Rohertrag von wenigstens 1600 Mark. Eine kleinbäuerliche Familie vermag sonach, von einem Hektar Olivenland schon ihren Lebensunterhalt zu gewinnen. In Ostpreussen würde hierzu eine sieben- bis zehnmal so grosse Feldfläche erforderlich sein." l) Bei Bordigheia an der italienischen Riviera erträgt ein Mittelbaum im Trachtjahr 150 kg, ein sehr starker Baum bis 250 kg. In den Zwischenjahren ein alter Baum durchschnittlich 50 kg Früchte. (Anderlind's Anmerkung.)

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.