Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 2 (1903-1904)
- Issue
- Heft 1-2 (1904.None.1903)
- Article
- Allgemeine Fragen über die Methode und den Umfang der jüdischen Orient-Kolonisation
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 103 (sequence 5)
- Language
- German
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Mentioned entities
- Beirut 1× ep/1047833
- Haifa 1× ep/1047930
- Odesa 1× ep/1000834
- Tiberias 1× ep/1048138
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- 103 - Jaffa—Haifa. Von Rumänien aus gilt auch der Weg über Konstantmopel. Von Oesterreich ist der Weg über Triest, Alexandrien, Jaffa und Haifa. — Von Odessa bis Jaffa über Beirut können die Reisekosten pro Person sich bis auf 40 Franken belaufen. 10. Sollen die jüdischen Kolonisten das Bürgerrecht des Staates, auf dessen Gebiet sie sich niederlsssen, erwerben? Ueberhaupt, sofort oder nach welchem Zeitraum? Welche Vorteile und Nachteile sind mit den verschiedenen Modalitäten ververbunden? Hier in der Türkei bestehen für die Ausländer viel günstigere Verhältnisse als für die Inländer. Sie haben gewisse Sonderrechte und werden durch ihren Konsul geschützt. So brauchen sich die jüdischen Kolonisten nicht sehr zu beeilen, das türkische Bürgerrecht zu erlangen. Es ist aber deshalb erforderlich, weil eben dem ausländischen Juden die Niederlassung auf palästinensischem Boden nur nach erlangtem türkischen Bürgerrecht möglich ist. — Als türkischer Untertan aber hat er manches zu ertragen. 11. Ist es angezeigt, schon jetzt grosse Liegenschaften in Palästina und den Nachbarländern zu erwerben, bevor man über einen geeigneten Kolonisationsstamm verfügt? Was spricht dafür, was dagegen? Welcher Modus des Ankaufes empfiehlt sich eventuell? In Palästina ist die Möglichkeit vorhanden, grosse Bodenflächen zu erwerben. Im Sandschak von Akka sind sehr viele Ländereien zu kaufen. So kann man die grosse Ebene von Jesrael, viele Dörfer in der Umgebung von Tiberias und andere Ländereien kaufen. Man kann bis 50 000 Hektar erwerben. Jetzt ist die Zeit günstig, wie es späterhin sein wird, bleibt dahingestellt. Man sollte jetzt die günstige Zeit zum Ankauf ausnützen, da uns sonst das Land von anderen Reflektanten vorweg genommen werden könnte. Hauptsache ist der Ankauf, den Kolonisationsstamm zu bekommen, wird viel weniger schwierig sein. — Deshalb soll man sich beeilen, soviel wie möglich Boden anzukaufen. Den Boden soll man vorläufig auf den Namen von türkischen jüdischen Untertanen kaufen und die Kaufscheine auf denselben Namen ausstellen lassen. Späterhin kann man vielleicht beim Sultan durchsetzen, diese Ländereien auf den Namen einer Gesellschaft einzutragen. Tiberias, den 19. Mai 1903.