Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 2 (1903-1904)
- Issue
- Heft 1-2 (1904.None.1903)
- Article
- Allgemeine Fragen über die Methode und den Umfang der jüdischen Orient-Kolonisation
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 99 (sequence 1)
- Language
- German
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— 99 — ALLGEMEINE FRAGEN UEBER DIE METHODE UND DEN UMFANG DER JUEDISCHEN ORIENT- KOLONISATION. Antwort auf die vom Verein zur wirtschaftlichen Erforschung Palästinas erlassene Enquete von Dr. S. Yellin, Tiberias. 1. Ist es ratsam, die Kolonisationstätigkeit auf Palästina zu beschränken, oder sollen auch die Nachbarländer in Betracht gezogen werden, und welche? — Welche Gebiete Palästinas empfehlen sich zur Kolonisation? Palästina ist das erkorene Land und ist mit uns sehr eng verbunden. Der Reiz, den der Naine „Palästina" auf die Herzen aller Juden ausübt, ist unbeschreiblich. Aber trotzdem soll man nie die Kolonisationstätigkeit aut Palästina allein beschränken; denn die Schwierigkeiten und Hindernisse, mit •denen man hierzulande zu rechnen hat, sind so gross, dass man daran •denkt, die Kolonisationstätigkeit gänzlich zu neutralisieren. Aus vielen Gründen, auch wenn Palästina erreichbar ist, sollte man die Kolonisationstätigkeit auch auf die Nachbarländer Palästinas ausdehnen. Die verschiedenen Stätten, die man schaffen wird, werden als Vorposten zu Palästina dienen können. — Das •Gebiet jenseits des Jordans, d. h. der Hauran, Djolan, und das Moabiterland, Cypern und Aegypten mit dem Sudan, sind die Nachbarländer, die in Betracht gezogen werden können. In Palästina selbst sind die Saronebene, Judäa, Samaria, Galliläa, Bissau mit dem ganzen Jordantal, die Ebene von Hule oder Meromsee, hauptsächlich zur Kolonisation zu empfehlen. 2. Bevölkerungsverhältnisse in den für die Kolonisation geeigneten Gebieten. — Allgemeine klimatische Verhältnisse. — Allgemeine wirtschaftliche Lage des Landes. — Verhältnis zwischen der jüdischen Bevölkerung und den Behörden. — Verhältnis zwischen der jüdischen und nichtjüdischen Bevölkerung. Palästina ist dünn bevölkert. — Man besitzt keine richtige Statistik über •die Bevölkerungsverhältnisse. Galiläa und Obergaliläa scheinen eine dünnere Bevölkerung zu haben als Judäa und die Saronebene. Bissau mit dem ganzen Jordantal ist sehr dünn bevölkert. — Das Klima auf dem Gebirge ist immer gut, und darum errichten auch die Araber ihre Dörfer mit Vorliebe auf dem Gebirge. Die Bissau-Gegend ist heiss, aber nicht ungesund. In den Sumpfgegenden ist das Klima schlecht, aber man kann durch Pflanzungen und Drainage das Klima wesentlich verbessern. — Die wirtschaftliche Lage des Landes 7*