Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 2 (1903-1904)
- Issue
- Heft 1-2 (1904.None.1903)
- Article
- I. Bericht der Jüdischen Orient-Kolonisations-Gesellschaft
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 62 (sequence 4)
- Language
- German
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— 62 — Uns jeden weiteren Kommentars über dieses Verhalten enthaltend^ möchten wir nur noch erwähnen, dass vielfach seitens Zionisten in deren Blättern infolge der Kischineffer Vorgänge ganz unseiem Vorhaben entsprechende Pläne bezüglich Kolonisation dringend empfohlen werden. Wir kommen nun zu den angeblichen Fachleuten, mit denen wir uns indes nicht näher zu befassen haben, da diese in dem oben erwähnten Sonderabzuge bereits durch unseren Herrn Trietsch gekennzeichnet sind. Der „Fachmann" Bambus beruft sich auf seine zwanzigjähre Erfahrung. Seine Ausführungen bekunden allerdings zur Evidenz, dass er die Errungenschaften und gewaltigen Fortschritte in der Landwirtschaft im Obst- und Gartenbau während dieser Zeit weder kennt noch sich zu eigen gemacht hat. In unserem Prospekte betonten wir bereits ausdrücklich, dass unser Unternehmen dem heutigen Stande der Volkswirtschaftslehre entsprechend geplant ist und wir die neuesten Methoden, die bereits praktisch erprobt und durchgeführt sind, uns zunutze machen wollen. Den uns von gewisser Seite gemachten Vorwurf, dass wir ungünstige Eventualitäten, wie Missernten, Krankheiten etc., nicht ins Auge gefasst, an Absatzgebiete für die neugeschaffenen Produkte etc. nicht gedacht, vielmehr meinen, solche seien im Handumdrehen geschaffen, ohne dass man die Finger zu rühren brauche etc., müssen wir aufs Entschiedenste zurückweisen. Die begründete Aussicht, schon im kommenden Herbst mit der praktischen Tätigkeit beginnen zu können, veranlasste uns, auch wegen Erwerb von Land in Unterhandlung zu treten und diesbezügliche Reisen zu unternehmen. Es liegen uns solche sowohl von Regierungen, als auch Körperschaften und Privaten vor. Auf dieselben hier näher einzugehen, verbieten uns die zur Zeit schwebenden Verhandlungen. Wir beabsichtigen im Monat: September eine Generalversammlung einzuberufen und werden derselben die bis dahin erledigten Projekte darlegen und unsere Intentionen unterbreiten. Wir sind uns der Schwierigkeit unseres Unternehmens sowohl als auch der grossen Verantwortlichkeit, die auf uns lastet, voll und ganz bewusst, und sind demzufolge doppelt bestrebt, unser Ziel zu erreichen und zu gedeihlichem. Ende zu führen. Wir bleiben unausgesetzt bemüht, uns mit praktischen Fachleuten zu beraten, einschlägige Verhältnisse und Kulturen zu studieren, und werden dem Grundsatze huldigen: „Prüfet alles und das Beste behaltet/'