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Palästina · 1902-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1902) · p. Seite 184

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Journal
Palästina
Volume
1 (1902)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1902)
Article
Das landwirtschaftliche Werk der Alliance
Date
1902-05-01
Page
Seite 184 (sequence 10)
Language
German
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— 184 — wirtschaftliche Werk einen Zweck habe und nicht so gut wie nutzlos bleibe. Das Terrain, auf welchem man diese Musterwirtschaft zu gründen hätte, müsste ziemlich gross sein, um erstens die gewünschte Menge Arbeiter aufnehmen zu können, und zweitens, um verschiedenartigen Boden zu liefern, der es ermöglichen sollte, alle die Bearbeitungsarten, die in Palästina gebräuchlich sind, und diejenigen, die man hier neu einführen möchte, anzuwenden. Die Wichtigkeit dieser doppelten Bedingung ist leicht zu begreifen: genügender und verschiedenartiger Boden ist für das Gedeihen und die Zukunft einer solchen Anstalt unerlässlich. Es ist selbstverständlich, dass die Direktion dieser Wirtschaft in den Händen von höchst kompetenten und fähigen Persönlichkeiten ruhen müsste. Die Zeit, die man hier zuzubringen hätte, wären 5 Jahre. — Man würde sich nur mit praktischen Arbeiten befassen und den ganzen Tag im Felde zubringen. An der Tagesordnung wären Feldbau, Baumkultur, Gemüsepflanzung u. s. w., aus denen man einen möglichst grossen Ertrag zu erzielen trachten müsste. Die Lohnfrage wäre zu studieren; soll die Bezahlung täglich, monatlich oder gar in kooperativer Form vor sich gehen? Das sind unzweifelhaft sehr wichtige Fragen, aber schliesslich doch nur Details der administrativen Organisation. Man müsste selbstverständlich Reglements einführen, die sich dem jeweiligen Alter und der Beschaffenheit der jungen Leute, die aufgehört haben, Schüler zu sein, anzupassen hätten. In dieser Weise geführt, würde diese Anstalt zur Stätte werden, aus der man die Mitglieder der künftigen Kolonien von Palästina wählen würde. Mikweh würde ein Ziel bekommen, was ihm bis heute mangelt, zu gleicher Zeit aber würde man die Existenz neuer Kolonien durch eine rationelle Vorbereitung derjenigen, die berufen sind, dieselben zu gründen, befestigen. Noch eine wichtige Bemerkung: man kann nicht oft genug darauf hinweisen, wie dringend es ist, an die Spitze einer solchen Anstalt eine Persönlichkeit zu stellen, die auf der Höhe ihrer Aufgabe wäre, und sie mit einem gesunden Geiste beleben würde. Denn wie der Mensch, so sein Werk. Es giebt sehr vernünftige Leute, die ein Gelingen eines philantropischen Werkes, welcher Art es auch sei, für ausgeschlossen halten. Leider muss man zugeben, dass die Thatsachen ihnen sehr oft recht geben, wir haben das Alle erfahren. Nun wohl, man habe immer diesen Grundsatz vor Augen, nicht um etwa jedes humanitäre Unternehmen im voraus zu verdammen, sondern um mit doppelter Sorgfalt vorzugehen. Man vergesse nicht, dass wenn in einer Anstalt, wie wir sie vorschlagen, von Seiten der Administration Fehler begangen werden, die Rückwirkung auf das Ganze eine augenblickliche und unausbleibliche ist. Es ist dann um das ganze Werk geschehen. * Dieselbe Anstalt, welche, gut geleitet, unserer Ansicht nach das einzige Rettungsmittel für das landwirtschaftliche Werk der Alliance

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