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Palästina · 1902-03-01 · Heft 3-4 (März 1902) · p. Seite 138

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
1 (1902)
Issue
Heft 3-4 (März 1902)
Article
Die Zukunft des Seidenbaues in Palästina
Date
1902-03-01
Page
Seite 138 (sequence 16)
Language
German
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— 138 — diese Kultur in Japan wohl ausdehnungsfähig. Freilich sind ihrer Ausdehnung natürliche Schranken durch die klimatischen und Bodenverhältnisse, sowie durch die schon ohnehin in höchstem Masse erreichte Intensität der Kulturen gesetzt. Es ist nicht daran zu denken, dass die bei Bewässerung zwei Ernten liefernden Gelände (Nikesoku) zu Maulbeerbaumanlagen verwendet werden sollen. Hier ist also eine plötzliche Ausdehnung des Seidenbaues ebenfalls kaum zu erwarten. Die japanische Regierung schenkt, der Bedeutung eingedenk» welche der Seidenbau für das wirtschaftliche Leben des Landes besitzt, der Entwickelung desselben im Lande die grösste Aufmerksamkeit. Im Jahre 1886 wurde ein Laboratorium für die Seidenzucht geschaffen, im Jahre 1895 wurde von der Regierung ein Bureau für die Konditionierung der Seiden gegründet. Es wurden des weiteren mehrere Schulen ins Leben gerufen u. s. w. Wir verlassen nunmehr den fernen Osten, um Centraiasien einer kurzen Betrachtung zu unterziehen. Die Rolle des Seidenbaues in der Levante (Balkan, Griechenland, europäische Türkei, Anatolien, Syrien) wollen wir nach Besprechung der europäischen Produktionsgebiete etwas näher beleuchten. CENTRALASIEN. In Centraiasien sind es Kaukasus, Persien und Turkestan, die sich an der Seidenproduktion der Welt beteiligen. Es wurden in diesen Ländern in den Jahren 1895—1899 folgende Mengen Seide erzeugt: Mittel % der 1895 1896 1897 1898 1899 acus Welt" 5 pro- Jahren duktion Kaukasus .... 185 000 250000 240000 230 000 310000 243000 1,63 Persien») u. Turkestan 30 000 48 000 105 000 133 000 246 000 — — Aus diesen Zahlen ist es ersichtlich, dass der Seidenbau in diesen Ländern gegenwärtig jrecht unbedeutend ist. Der von ihm in den 60er Jahren dieses Jahrhunderts durch die verwüstende Wirkung der Pebrineseuche erlittene Schlag wirkt noch bis jetzt nach. KAUKASUS. Indes dank den rührigen Bemühungen der russischen Regierung beginnt der Seidenbau sich im Kaukasus von neuem langsam, aber festen Fusses auszudehnen. Diese Industrie gehört" zu den ältesten der kaukasischen Bevölkerung, besonders stark ist sie ausgebreitet in gewissen Teilen von Transkaukasien. Im Jahre 1899 wurden in dem Kaukasus 6 500 000 kg frische Kokons erzeugt.2) Zum Studium der mit der Seidenindustrie verbundenen wissenschaftlichen Fragen, sowie zur Erzeugung von Samen nach dem Die Jahre 1895 und 1896 geben nur die Exportation von Persien an. Die turkestanische wurde nur seit 1897 hinzugefügt. 2) M. P. Semenov, La Russie extra-europeenne et polaire. Paris 1900, S. 216.

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