Mannheim
Compact Memory

Palästina · 1902-02-01 · Heft 2 (Februar 1902) · p. Seite 65

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
1 (1902)
Issue
Heft 2 (Februar 1902)
Article
Die wirtschaftliche und kulturelle Wirksamkeit der Juden in Palästina un den Nachbarländern
Date
1902-02-01
Page
Seite 65 (sequence 15)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2379786-2379787-2379790-2380287--00123-2380337
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

— 65 — 4. Verringerung der Kosten der Produktion und Erweiterung des Absatzes. 6. Erweiterung der grossen Kultur. Ri schon. Der Boden dieser grössten aller Kolonien von Judäa ist bereits ganz unter die Kolonisten verteilt. Er ist mit Weinstöcken und Fruchtbäumen bepflanzt und trug im Jahre 1900 2 569 643 kg Weintrauben. Die Gemeindeverwaltung ist fast ganz in die Hände der Kolonisten übergegangen, was eine bedeutende Oekonomie darstellt. Masker et h Bathia. Fast der ganze Boden (270 ha) ist mit Obstbäumen bepflanzt; es bleiben für Getreidekultur 7 ha pro Familie. Es ist der Verwaltung gelungen, die Produktionskosten zu verringern. Petach Tikwah. Unterstützt wurden 28 Familien, die 141 ha Weingärten besitzen, von denen überdies 118 ha für den Anbau von Cerealien zugewiesen wurden. Die Administration verwaltet 32,70 ha Orangenbäume. Sichron Jacob. Alle alten Weingärten gehen infolge der Phylloxera zu Grunde, die neuen werden in 2 Jahren Früchte bringen. Da dieselben nur 190 ha umfassen, so können sie auch im besten Falle nicht alle 194 Familien ernähren. Es ist auch keine Aussicht vorhanden, in der Nähe genügend Boden zu finden und deshalb ist es notwendig, einen Teil der Kolonisten zu versetzen. Rosch Pinah und Jessod Hamalah. Diese Kolonien sind verhältnissmässig wohlhabend, da die Kolonisten eine bedeutende Bodenfläche für Getreidebau besitzen. Die Fabrikation von Wein ist hier infolge der Transport- Schwierigkeiten zu teuer. Besonders lohnend erwies sich der Anbau von Tabak. Auf felsigem Terrain wurde Kaktus gepflanzt (3 ha). Die Seidenweberei verkaufte im Jahre 1900 3 436 48 kg. Man beabsichtigt eine Färberei hinzuzufügen, die 33 Personen beschäftigen soll. Metule. Jede Familie besitzt nur 10 ha Bodenfläche. Hier entwickelt sich die Kultur von Tabak. 5. Cypern, Exploitierung der Domäne Margo Tschiflik. Margo Tschiflik. Hier wohnen jetzt 9 Kolonisten, 3 Arbeiter, zusammen — mit den Beamten und ihren Familien — 36 Personen. Boden: 1098 ha. Bearbeitet wurden 225 ha von 12 Kolonisten, von denen jedoch 9 die Kolonie verlassen haben.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.