Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 1 (1902)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1902)
- Article
- Ein Sanatorium auf dem Carmel
- Date
- 1902-01-01
- Page
- Seite 25 (sequence 3)
- Language
- German
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— 25 - wenig fruchtbaren Scholle sich aber wiederum neue Menschen mit vermehrtem Viehstand nicht ansiedeln könnten, weil sie nicht genug Nahrung und Futter fänden; eine Vermehrung des Düngers sei also aus diesem Grunde nicht zu erwarten. — Was der Dünger dem Boden zuführt, das ist nur der Stickstoff, und diesen kann, bis das Land dicht besiedelt ist, der Salpeter vollkommen liefern. Diesen Entwurf wollte ich hier nur in aller Kürze der Erwägung unterbreiten. Sollte etwas dem Vorgeschlagenen Aehnliches zu stände kommen, so könnten, abgesehen von den für die Bodenkultur Palästinas zu erwartenden Erfahrungen, viele Arbeiterfamilien ihr Brot dabei finden und auch sonstige jüdische Existenzen begründet werden. UEBER AUFBEWAHRUNO UND VERPACKUNG VON WEINTRAUBEN. Mitgeteilt von Prof. Dr. O. Warburg. Eine Aufbewahrung^- und Verpackungsweise der Weintrauben, welche in Russland zu Hause ist, dürfte überall dort, wo Trauben im Freien sehr früh reif werden und deshalb so zeitig auf den europäischen Markt gebracht werden könnten, dass sie noch vor den italienischen Trauben in den Handel kämen, nachahmenswert sein. In Blechkästen von 22 X 25 cm Grundfläche und 26 cm Höhe wird eine Schicht weisser, ungeschälter Hirse ausgebreitet. Auf diese legt man Trauben in einer Schicht, so dass sich dieselben gegenseitig nicht berühren, und streut dann so viel weisse ungeschälte Hirse zwischen und auf die Trauben, dass alle Beeren gleichmässig und lückenlos von derselben umgeben sind. Darauf wird eine zweite Lage Trauben ausgebreitet und in derselben Weise mit Hirse bedeckt, bezw. auch noch eine dritte Traubenschicht eingelegt. Nachdem dann die Trauben noch mit einer Hirseschi'cht bedeckt sind, wird der Deckel auf den Kasten gelegt und luftdicht festgelötet. Dr. Udo Dammer, der im ,,Tropenpflanzer" zuerst auf diese Aufbewahrungsmethode hinwies, berichtet, dass derartige Kästen während seines Aufenthaltes in Nishni- Nowgorod bei 40° R. im Schatten aus Taschkent eintrafen. Sie wurden inseiner Gegenwart geöffnet, und die Trauben waren noch so frisch, als ob sie eben erst von den Pflanzen abgeschnitten wären. Sie hatten von Taschkent bis Samarkand 21/2 Tage Postfahrt, von Samarkand bis Usun Ada etwa drei Tage Bahnfahrt, von Usun Ada bis Petrowsk etwa drei Tage Dampferfahrt, von Petrowsk über Rostow a. D. und Moskau bis Nishni-Nowgorod noch etwa acht Tage Bahnfahrt hinter sich; die Temperatur war auf der ganzen Reise eine ungewöhnlich hohe. Trotz der mindestens viermaligen Umladung waren sämtliche Beeren unversehrt. Bedingung für die gute Ankunft ist, dass die Trauben ganz irisch geschnitten verpackt werden müssen, dass sämtliche nicht ganz tadellosen Beeren mit einer spitzen Scheere