Mitteilungen aus dem Verband der Vereine für Jüdische Geschichte und Literatur in Deutschland
- Journal
- Mitteilungen aus dem Verband der Vereine für Jüdische Geschichte und Literatur in Deutschland
- Volume
- 1898
- Issue
- Heft 5 (März 1898)
- Date
- 1898-03-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Dinert wahrhaft glänzenden, verheißungsvollen Verlanf nahm der Delegirtentag des „Verbandes der Vereine für jüdische Geschichte und Litteratur in Deutschland", welcher am 26. Dezember 1897 in den Festsälen des Hotel-Imperial stattfand. Die Thatsache allein, daß 45 auswärtige Vereine Vertreter entsendet, legt erneutes Zeugniß ab für das lebhafte Interesse, das in allen Theilen Deutschlands den Bestrebungen des Verbandes, der Pflege unserer Geschichte und Litteratur entgegengebracht wird, und die Verhandlungen selbst verstärkten die wohlthuenden Empfindungen, welche die rege Antheilnahme so zahlreicher und so hervorragender Delegirter mit Recht weckte. Um 11^2 Uhr eröffnete der Verbandsvorsitzende, Herr Dr. Gustav Karpeles-Berlin, die Versammlung, begrüßte die Erschienenen und verlas die Präsenzliste, welche ergab, daß 45 Vereine aus allen Theilen Deutschlands Delegirte entsandt hatten; viele hatten sich entschuldigt. Vor Eintritt in die eigentlichen Berathungen fand die Begrüßung des Verbandstages seitens der Gemeinde, des Rabbinats und des Deutsch- Israelitischen Gemeindebundes statt. Herr Rechtsanwalt Dr. Eugen Fuchs begrüßte die Versammlung Namens des Vorstandes der Berliner Gemeinde mit folgender Ansprache: mir ist von den Aeltesten der Gemeinde der ehrenvolle Auftrag geworden. Sie, meine hochverehrten Herren, zu begrüßen, und herzlich heiße ich Sie in den Mauern Berlins im Namen der jüdischen Gemeinde zu Berlin willkommen. Lassen Sie mich zuvörderst den Herren sanken, die das verdienstvolle Werk unternommen haben, die Vereine für jüdische Geschichte und Litteratur zu begründen und zu gemeinsamer Tagung und gemeinsamer Arbeit zu vereinen. Daß Ihr Wirken der Wissenschaft, in deren Dienst Sie sich gestellt haben, zum Segen und Ihnen selbst zur Erhebung gereichen werde, deß bin ich gewiß. Aus dem Gewühl des Alltagslebens, aus dem Staub des Marktes und der Gasse in das Reich der Ideen und Ideale zu führen und geführt zu werden, dem Weben und Walten der jüdischen Geschichte und an dem Urquell