Mitteilungen aus dem Verband der Vereine für Jüdische Geschichte und Literatur in Deutschland
- Journal
- Mitteilungen aus dem Verband der Vereine für Jüdische Geschichte und Literatur in Deutschland
- Volume
- 1920-1921
- Issue
- Heft 28 (Dezember 1920)
- Article
- [Ohne Titel] / A. K.
- Date
- 1920-12-01
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- chapter
- OCR quality
- 99% known words query
- IRI
…/2378030-2378075-2378076--1422-2379622- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
— 2 — sodaß auch die nötigen Unterlagen für ein zuverlässiges Verzeichnis sämtlicher Vereine schwer zu erlangen sind. Wir müssen uns daher mit der Fortsetzung unserer Mitteilungen gedulden, bis eine bessere Zeit anbrechen und in unsere Vereine die alte Arbeitsfreudigkeit einkehren wird. Dann werden nicht nur die Mitteilungen des Verbandes in ihrer alten Form wieder erscheinen, sondern auch er selbst, von den Vereinen gestützt und gefördert, wird zu neuem Leben erstehen. Indessen hat der Verband auch im vergangenen Jahre sein Möglichstes getan, um die Vereinstätigkeit im Reiche nicht erlahmen zu lassen. Einige neu entstandene kleine Vereine erhielten auf ihr Verlangen vorn Sekretariat Statutenentwürse sowie mannigfache Schriften für zu veranstaltende Lese- und Vortragsabende. Dem Ersuchen, auf Verbandskasten geeignete Redner zu schicken, konnten wir aus leicht begreiflichen Gründen leider nicht entsprechen. Dagegen wurden die Vereine, die uns um Vermittelung von guten Rednern, um Auskunftserteilung oder auch um unentgeltliche Überweisung von wissenschaftlichem Material zur selbständigen Ausarbeitung von Vorträgen ersuchten, in den meisten Fällen vollauf befriedigt. Ebenso bemühten wir uns, dem Verlangen der Vereine nach einer neuen Rednerliste nachzukommen. Sie in dem alten Format herauszugeben, war uns allerdings nicht möglich; nicht nur wegen der für uns unerschwinglichen Kosten, sondern auch, weil es an Rednern mangelt," die unter den jetzigen Verhältnissen geneigt wären, weite Reisen, wie in der Vorkriegszeit, selbst gegen ein erhöhtes Honorar zu unternehmen. Um so mehr stnd wir denjenigen Rednern zu Dank verpflichtet, die kein Bedenken tragen, ihre schätzenswerte Kraft auch gegenwärtig in den Dienst der Literaturvereine zu stellen. Es sind, was wir besonders freudig begrüßen, in überwiegender Zahl gelehrte Rabbiner, die uns bereitwilligst ihre Themata, darunter viele neue und zeitgemäße, einsandten und auch ihrerseits die Herausgabe einer neuen Rednerliste dringend empfahlen. Diese ist, dank dem Entgegenkommen der Redaktion der „All-