Mitteilungen aus dem Verband der Vereine für Jüdische Geschichte und Literatur in Deutschland
- Journal
- Mitteilungen aus dem Verband der Vereine für Jüdische Geschichte und Literatur in Deutschland
- Volume
- 1920-1921
- Issue
- Heft 28 (Dezember 1920)
- Article
- [Ohne Titel] / A. K.
- Date
- 1920-12-01
- Page
- 1 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- chapter
- OCR quality
- 98% known words query
- IRI
…/2378030-2378075-2378076--1421-2379621- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Mitteilungen aus dem Verband der Vereine für jüdische Geschichte und Literatur in Deutschland. Herausgegeben vom Geschäftsführenden Ausschutz Ao. 28. Berlin im Dezember. 1920/31. »um ersten Male seit dem Bestehen des Jahrbuches sehen wir uns genötigt, die ihm sonst beigefügten „Mitteilungen aus dem Verbände der Vereine für jüdische Geschichte und Literatur in. Deutschland" fortzulassen. Die Gründe hierfür sind manigfacher Art- Der Verband, der auch schon vor dem Weltkriege nur über recht knappe Mittel verfügte, hat in den langen Jahren seit Kriegsbeginn mehr als alle anderen jüdischen Organisationen die Schwere der Zeit hart empfunden. Er ist, da er über keine nennenswerten Stiftungen verfügt und von den Vereinen, mit Ausnahme einiger wenigen, in keiner Weise gefördert wird, völlig mittellos und lediglich auf die Unterstützung des Berliner Vereins angewiesen. Ihm verdanken wir es, daß das Jahrbuch bisher regelmäßig erscheinen konnte; trotz der immer wachsenden Herstellungskosten und sonstigen Schwierigkeiten hat er weder Mühe noch Opfer gescheut, um die Herausgabe des Jahrbuches zu ermöglichen. Dafür sind wir dem Berliner Literaturvereine, der schon immer der eigentliche Träger und Förderer des Verbandsgedankens war, zu tiefem Danke verpflichtet. Wir konnten ihm aber nicht zumuten, bei der gegenwärtigen ungeheuren Teuerung, die eine wesentliche Einschränkung des Umfanges des Jahrbuches zur Notwendigkeit macht, auch noch die Mitteilungen zu veröffentlichen. — Hierzu kommt, daß eine erhebliche Anzahl von Vereinen in den Deutschland entriffenen Gebieten sich befindet, und daß viele andere im Reiche selbst infolge der traurigen Zeitverhältnisse ihre Tätigkeit bisher nicht wieder ausgenommen oder gänzlich eingestellt haben,