Mitteilungen aus dem Verband der Vereine für Jüdische Geschichte und Literatur in Deutschland
- Journal
- Mitteilungen aus dem Verband der Vereine für Jüdische Geschichte und Literatur in Deutschland
- Volume
- 1917
- Issue
- Heft 25 (Dezember 1917)
- Article
- Zur Geschichte des Verbandes
- Date
- 1917-12-01
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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3 Jahrbuches wäre nicht möglich, wenn dieser uns hierbei nicht hilfreich an die Hand ginge. Nur seiner uns zuteil werdenden Förderung ist es zu danken, daß die Verbandspublikation auch im vierten Kriegsjahre zur Ausgabe gelangt. Mögen es nun auch die Vereine des Reiches gleich dem in Berlin als eine Ehrenpflicht betrachten, die Bemühungen des Verbandes, das von Gustav Karpeles übernommene Erbe zu erhalten und weiter auszubauen, kräftig zu unterstützen und ihm so die Möglichkeit zu geben, die an ihn gestellten Ansprüche in gesteigertem Maße als bisher befriedigen zu können. Mit diesem Wunsche verbinden wir zugleich die Versicherung, daß der Verband, der im nächsten Jahre auf eine 25 jährige Wirksamkeit zurückblicken kann, auch ferner alles, was in seinen Kräften steht, tun wird, um die Ziele, die seinen Begründern vorschwebten und die Richtlinien auch der gegenwärtigen Leitung bilden, der Verwirklichung näher zu bringen. Für heute freuen wir uns, vermerken zu können, daß in diesem Jahre die Vereine in Berlin, Breslau, Köln und Osterode das 25 jährige Jubiläum ihres Bestehens begehen konnten und daß viele andere Vereine, an deren Begründung wir mitgewirkt haben, das gleiche Fest im kommenden Jahre, hoffentlich unter den Segnungen eines für unser deutsches Vaterland ehrenvollen Friedens, feiern werden. Mögen die Erfolge, die diese Vereine in dem vergangenen Vierteljahrhundert erzielt haben, sie zu neuer, segensreicher Arbeit in der Zukunft anfeuern, so daß an ihnen das Weisenwort sich bewahrheite: Heil dem Alter, das die Jugend nicht beschämt. Leider hat der Verband auch in diesem Jahre durch den Tod bewährter Freunde und Mitarbeiter schmerzliche Verluste erlitten Es sind in dasMeich der Ewigkeit eingegangen: Prediger I. Sturmann, der Begründer und langjährige Vorsitzende des Vereins in Osterode (Ostpreußen). Herr Julius Flechtheim, der Begründer und langjährige Vorsitzende des Vereins in Brakel (Westfalen), Rechtsanwalt M. Cohn, der Vorsitzende des Vereips in Marienburg (Westpreußen) und Rabbiner