Mitteilungen aus dem Verband der Vereine für Jüdische Geschichte und Literatur in Deutschland
- Journal
- Mitteilungen aus dem Verband der Vereine für Jüdische Geschichte und Literatur in Deutschland
- Volume
- 1913
- Issue
- Heft 21 (Dezember 1913)
- Article
- Zur Geschichte des Verbandes
- Date
- 1913-12-01
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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bei, die auch diesmal sämtlichen Vereinen, auch vielen Logen des II. O. B. B- und Jugendvereinen, gratis zugegangen ist. Freilich sind die in die Rednerliste aufgenommenen Redner nicht immer die für alle Literaturvereine in gleicher Weise geeigneten; ein Umstand, der dahin führt, daß nicht selten so mancher Redner, defsenDarbietungen von einem gebildeten Publikum der Großstadt gewöhnlich mit lebhaftem Beifall begleitet werden, in den Vereinen kleiner Landstädte nicht immer günstig beurteilt wird, wie'andererseits inanche großen Vereine, die bei der Auswahl der Redner auf Rang und glänzenden Namen achten, sich gar häufig in ihren Erwartungen getäuscht sehen. Allein dafür ist der Verband nicht verantwortlich. Er erfüllt seine Aufgabe, indem er den Vereinen die Rednerliste unterbreitet, die ihnen bei der Auswahl der Redner nur als Unterlage dienen soll. Den Vereinen aber bleibt es überlassen, sich vorher mit dem Sekretariat in Verbindung zu setzen, das ihnen bereitwilligst die in solchen Fällen erwünschten Ratschläge kostenlos erteilen wird. Viele Vereine, die in den letzten Jahren diesen Weg einschlugen, haben es nicht bereut, sondern dem Sekretariat für die ihnen gegebenen Winke ihren Dank ausgesprochen. — Mit besonderer Genugtuung konstatieren wir, daß das Interesse der Vereine an der Publikation des Verbandes, dem Jahrbuch, von Jahr zu Jahr immer mehr zunimmt. Das Jahrbuch ist jetzt in vielen Tausenden jüdischer Familien Deutschlands ein willkommener Gast, der sich des Vorzuges erfreut, immer von neuem auf eine freundliche Aufnahme rechnen zu dürfen. Der Verband ist aber auch bemüht, seine Publikation zu einem anregenden und nützlichen Familienbuche auszugestalten, dessen Lektüre nicht nur dem Gelehrten, sondern, auch dem gebildeten Laien einen geistigen Genuß bereitet. Der Beschluß des letzten Verbandstages, das Jahrbuch nur denjenigen Vereinen zu einem ermäßigten Preis abzugeben, die einen regelmäßigen Jahresbeitrag an die Kasse des Verbandes entrichten, ist aus mannigfachen Gründen nicht immer aufrecht zu halten. Die Aufgabe des Verbandes,