Mitteilungen aus dem Verband der Vereine für Jüdische Geschichte und Literatur in Deutschland
- Journal
- Mitteilungen aus dem Verband der Vereine für Jüdische Geschichte und Literatur in Deutschland
- Volume
- 1911
- Issue
- Heft 19 (Dezember 1911)
- Article
- Zur Geschichte des Verbandes
- Date
- 1911-12-01
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
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9 § 11. Der Austritt aus dem Verbände geschieht durch Anzeige -an den geschäftsftihrenden Ausschuß, die spätestens drei Monate vor Ablauf des Kalenderjahres erfolgen muß. Mit Erlöschen der Mitgliedschaft hört jedes Anrecht auf das Vermögen und jeder Anspruch auf die Einrichtungen des Verbandes auf. § 12. Die Beiträge der immerwährenden Mitglieder, sowie Spenden und etwaige Legate dürfen für die laufenden Ausgaben des Verbandes nicht verwendet werden, sondern fließen in den -bereits bestehenden Wanderrednerfonds, der den Namen, „Wanderrednerfonds Gustav Karpeles-Stiftung" führen soll. § 13. Abänderung der Satzungen und Auflösung des Verbandes kann nur in einer zu solchem Zwecke berufenen Generalversammlung mit zwei Drittel Stimmenmehrheit der anwesenden Mitglieder, welche mindestens die Hälfte sämtlicher Verbandsmitglieder repräsentieren müssen, beschlossen werden. Die Generalversammlung beschließt dann über die Verwendung des Vereinsvermögens. Die Beratung des Verbandstages wurde durch ein Frühstück unterbrochen, zu dem der Berliner Verein in munifizenter Weise eingeladen hatte und bei dem durch verschiedene Redner dem Dank der gegenwärtigen Delegierten und dem Wunsch für Blühen und Gedeihen des Verbandes Ausdruck gegeben wurde. In der nach der Frühstückspause wieder aufgenommenen Beratung wurden noch einige unwesentliche Punkte schnell erledigt und die Wahlen vollzogen. Die Wahl des Vorstandes — die Namen sind vollzählig am Schlüsse dieses Heftes aufgeführt — fand per Akklamation statt. Zu Revisoren wurden die Herren Stadtrat Giemkiewitz und Rechtsanwalt Dr. Feilch enfeld gewählt, v ' Hierauf dankte Professor Philippson dem Vorsitzenden für die vorzügliche Leitung des Verbandstages und hielt zum Schluß an die Versammlung eine kurze Ansprache, rn der er besonders betonte, daß es hauptsächlich darauf ankomme, daß jeder einzelne in seinem Kreise nach Maßgabe seiner Kräfte für die Sache der jüdischen Literaturvereine wirke, dann sei ein Wiederaufleben der Verbandstätigkeit sicher zu erwarten. Unter herzlichen Wünschen für die Zukunft des Judentums wurde der vierte Verbandstag geschlossen. 19*