Mitteilungen aus dem Verband der Vereine für Jüdische Geschichte und Literatur in Deutschland
- Journal
- Mitteilungen aus dem Verband der Vereine für Jüdische Geschichte und Literatur in Deutschland
- Volume
- 1910
- Issue
- Heft 18 (Dezember 1910)
- Article
- Zur Geschichte des Verbandes
- Date
- 1910-12-01
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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8 unvergeßlichen Gustav Karpeles gebildeteWerk, den Verband der Literaturvereine, zu einer dauernden und leistungsfähigen Organisation auszugestalten. Wir hoffen zuversichtlich, trotz aller Mißerfolge, die wir in den letzten Jahren zu verzeichnen hatten, daß unsere Mühe diesmal von Erfolg gekrönt sein wird, und wir können schon jetzt mitteilen, daß im Anschluß an die von einer unserer größten Organisationen für den Frühling in Aussicht genommene Generalversammlung ein Verbandstag der Literaturvereine stattfinden wird, zu dem die Einladungen im März 1911 ergehen werden. Die Generalversammlung besteht — nach § 4 des Verbandsstatuts — aus den Delegierten der einzelnen Vereine. Da jeder Verein für jedes angefangene 100 seiner Mitglieder eine Stimme hat, wird auch Len kleinsten Vereinen die Möglichkeit geboten, an den Verhandlungen aktiven Anteil zu nehmen. Auf diesem Verbandstag, der unter allen Umständen im kommendenFrühling stattfinden wird, sollen alle Punkte zur Sprache kommen, die zur Hebung und Fortentwickelung des Verbandes beitragen können. Es ergeht daher an alle Freunde unserer Organisation, die gleich uns in deren Fortbestand, beziehungsweise Erneuerung auf weiteren Grundlagen das schönste Denknml für unseren verewigten ersten Vorsitzenden erblicken, das dringende Ersuchen, uns schon jetzt ihre Wünsche und Vorschläge mitzuteilen, damit wir in der Lage sind die Vorbereitungen in die richtigen Wege zu leiten und dann die Verhandlungen zu einem harmonischen Abschluß zu führen, würdig den edlen Bestrebungen, die der Verband seit feiner Begründung zur Ehre des Judentums und zum Segen der Judenheit propagiert hat. Leider hat der Verband auch in diesen! Jahre schmerzliche Verluste zu beklagen. Wir gedenken weh- 18*