Mitteilungen aus dem Verband der Vereine für Jüdische Geschichte und Literatur in Deutschland
- Journal
- Mitteilungen aus dem Verband der Vereine für Jüdische Geschichte und Literatur in Deutschland
- Volume
- 1909
- Issue
- Heft 17 (Dezember 1909)
- Article
- Zur Geschichte des Verbandes
- Date
- 1909-12-01
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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3 fruchtbaren Boden gefallen ist, und daß die von ihm ausgestreute Saat einst reiche Fürchte tragen wird. Unsere Pflicht aber ist es, in seinem Geiste weiter zu wirken und das von ihm in's Leben gerufene Werk, den Verband, feiner Vollendung näher zu führen. Von diesem Pflichtbewußtsein erfüllt, hat der geschäftsführende Ausschuß, alle Schwierigkeiten überwindend, die Tätigkeit des Verbandes fortzusetzen gesucht. Neben der Rednerliste, die wir nach dem Tode unseres unvergeßlichen Freundes herausgegeben und an sämtliche Vereine geschickt haben, waren wir auch bemüht, die laufenden Geschäfte nach Möglichkeit zu erledigen. Einer stattlichen Anzahl von kleinen Vereinen haben wir wissenschaftliches Material zu Vorträgen übermittelt, mannigfache Publikationen, soweit sie uns zur Verfügung standen, gratis überwiesen, Ratschläge beim Ankauf von Büchern erteilt, und in einigen Fällen den Einkauf selbst besorgt. Auch die an uns gerichteten Gesuche um Subventionen aus dem Wanderrednerfonds haben wir nach Möglichkeit zu berücksichtigen gesucht, in einigen kleinen Vereinen von bewährten Rednern Vorträge halten lassen und eine Kommission zur Herausgabe des Jahrbuches eingesetzt. Indessen galt unsere Haupttätigkeit der Kräftigung des Verbandes, in dessen Fortbestand wir das schönste Denkmal für unseren verewigten Vorsitzenden erblicken. So fanden auf unserer Initiative in letzterer Zeit zwei Sitzungen des Gesamtvorstandes des Verbandes statt: eine in BreslauK gelegentlich des Verbandstages der deutschen Juden und eine ani 30. Dezember in Berlin. Auf der Tagesordnung standen folgende drei Punkte: „1. Ergänzungswahl des Vorstandes, 2. Beratung über Ort und Termin des nächsten Verbandstages, 3. Vorschläge zur Reorganisation und Förderung des Verbandes und seiner Einrichtungen." Die eingehenden Beratungen führten zu dem einstimmigen Beschluß, Herrn Professor Dr. Martin Philippson zum Ehrenvorsitzenden, Herrn Dozenten Dr. I. Elbog en zum 1. Vorsitzenden und Herrn Alois A. F. Marcus in Firma Veit Selberg & Sie., Berlin, Französischeste. 49, zum Schatz^