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Mitteilungen aus dem Verband der Vereine für Jüdische Geschichte und Literatur in Deutschland · 1905-12-01 · Heft 13 (Dezember 1905) · p. Seite 3

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Journal
Mitteilungen aus dem Verband der Vereine für Jüdische Geschichte und Literatur in Deutschland
Volume
1905
Issue
Heft 13 (Dezember 1905)
Article
Zur Geschichte des Verbandes
Date
1905-12-01
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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3 folgend, Fortbildungskurse für die der Schule entwachsene Jugend eingeführt, Bibliotheken angelegt und Lesehallen eingerichtet haben. Ebenso erfreulich ist es, zu konstatieren, daß innerhalb der Vereine, selbst der kleinsten Gemeinden, sich Mitglieder finden, die Vorträge und Referate halten und in selbstloser Weise ihre Kraft auch in den Dienst der Nachbarvereine stellen. *, Die von verschiedenen Vereinen an das Sekretariat gerichtete Mtte um Zuwendung von Gratis-Publikationen konnte in letzterer Zeit nur in geringem Maße berücksichtigt werden; wir glauben aber eine solche Ueberweisung für das nächste Jahr in Aussicht stellen zu können. Im Interesse der Vereine, welche eigene Bibliotheken besitzen, wäre es zu wünschen, wenn sie bei etwaigen Neuanschaffungen von Büchern sich mit ihren diesbezüglichen Wünschen vorher an das Sekretariat wenden wollten. Sie würden dann eine Ermäßigung von mindestens 15 bis 20 Prozent erzielen. Schmerzerfüllt gedenken wir zum Schluß der im verflossenen Jahre durch den Tod uns entrissenen Männer, die sich um die Sache des Verbandes wie um die der einzelnen Vereine nicht unwesentliche Verdienste erworben haben: Es sind die Herren Alphons Jacobson in Leipzig, Landrabbiner Dr. Prager in Kassel, Rabbiner Dr. Kayserling in Budapest, Justizrat i)r. Heinrich Meyer Cohn in Berlin, Eduard Mamlock in Glogau. Das Andenken dieser Männer wird in der Geschichte des Verbandes als ein gesegnetes fortleben, zum Heile des Judentums und zur Nacheiferung für alle, die in der Verbreitung der Kenntnisse unserer Geschichte und Literatur eine Verjüngung und Kräftigung des jüdischen Stammes und seiner Lehre erblicken.

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