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Der Orient · 1843-12-19 · 51 (19.12.1843) · p. Spalte 801-802

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Journal
Der Orient
Volume
1843
Issue
51 (19.12.1843)
Article
Weltliche Gedichte berühmter Pajtanim der maurisch-spanischen Periode
Date
1843-12-19
Page
Spalte 801-802 (sequence 1)
Language
German
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Meratnrblalt des Orients. --- Berichte, Studien und Kritiken für . jüdische Geschichte «nd Literatur. M 51. Leipzig, den 19. December 1843. Weltliche Gedichte berühmter Pajtanim der maurisch-spanischen Periode. Mitgetheilt von L. Dukes. — Argumente gegen die allgem. angenommene Meinung, als hatte der jerus. Talmud der Red. des babyl. Vorgelegen. (Schluß.) — Lit. Analekten. Die jüdische Kurrentschrift. Von L. Dukes. — Gutachtliches Wort von S. SD. Luzzatto über den Frankfurter Reform-Verein. Literarische Ankündigungen. Weltliche Gedichte berühmter Pajtanim der maurisch-spanischen Periode. Mitgetheilt von Leopold Dukes. vi-piu p nriw 'to ruftn yw Es ist schon an und für sich anziehend, berühmte Männer, welche uns in einem Fache als hervorragend bekannt sind, sich in einem andern Gebiete bewegen zu sehen. Wir lernen sie hierdurch nach verschiedenen Richtungen hin kennen, und erweitern hierdurch unser Urtheil über ihre Geistesthätigkeit. Noch anziehender wird dies für uns, wenn ein Blick in ihre innere oder äußere Zustände dadurch möglich gemacht wird, welches bei jüdischen Autoren um so wünschenswerther ist, da wir in der Regel von den inuern Zuständen der meisten derselben so viel als gar nichts wissen. Nachfolgendes Gedicht von einem der berühmtesten Synagogendichter der maurisch - spanischen Periode, dem frühere Jahrhunderte bereits die Krone des guten Rufes (□&/ nrD DVlD) aufsetzten, erlaubt uns eben, einen solchen Blick in das Herz eines Mannes zu thun, den wir bis jetzt nur auf der Höhe der erbaulichen Betrachtung, wo alles Persönliche wegfällt, sich bewegen gesehen haben. Dieses Gedicht, ein Erguß über misliche Verhältnisse, die uns nicht weiter bekannt sind, har eben dadurch für uns manche dunkle Stellen, die den Genuß desselben allerdings verkümmern. Aber selbst wenn wir auf das iVerständniß manches Einzelnen desselben Verzicht leisten müssen z so bleibt uns, außer dem allgemein Historischen, noch ein Kern schöner Gedanken wohleingekleider zum Genüsse übrig. Wir hören hier einen Mann, der seine Zeit in mannigfacher Hinsicht überragte, über sie und über sich sprechen z klagend über seine Zeit, und mit wohlbewußtem Selbstgefühl über sich selbst. Ibn-Gabirol scheint, wie so viele andere jüdische Gelehrte, mit Misverhältnissm mancher Art gekämpft zu haben, wovon wir nicht wissen, ob sie in der Zeit überhaupt lagen —denn es brachen damals gerade einige sehr unglückliche Ereignisse über einen Theil der jüdischen Bevölkerung in Spanien aus — oder ob specielleUnglückssälle, die ihn allein berührten, Ursachen dieser Klagen waren. Auch in seinem schätzbaren Buch nriD ppn l) hören wir ihn über 1) Im Vorwort daselbst (S. 8) lesen wirr vbw HD hy 0)d6 mih dtojd "p-M dtoto jd? p) pnnn \n nin pn n mim no m nton k inyjn /ui DjnnDD ujpn) Duuyn nun^r» nra ddodi nbm Vergl. über dieses Buch: Ehrensaulen S. 11. Es ist dies das einzige philosophische Buch dieses Schriftstellers, welches vollständig auf uns gekommen ist. Das Me kor Ch aj im (□v>n -)?pD) desselben — welches Rodriguez de Castro in seiner Bibliotheca rabinica spanola S. 40 mit dem gleichnamigen des Samuel Zarza verwechselt — ist nur aus Citaten bekannt, und es haben sich nur einige Bruchstücke davon erhalten. Es scheint ein sehr bedeutendes Werk gewesen zu sein, und es ist daher sehr zu bedauern, daß sich nicht mehr davon erhalten hat. Der älteste Schriftsteller, welcher dieses Werk erwähnt, ist Moses Jbn Esra, jedoch ohne es zu nennen. Vergl. Zion Jahrgang II. S. 21. Note 3. Auch Abraham ben Daud in seinem Buche TOON erwähnt es (Abschn. 1. Kap. 1.) mit folgenden Worten: Pv-pdj p nobty 'i ~ßD b]> uidj; o"j)- q NN" P; wsiDitano nnx run hyirb n p'D V't nyi D’üONn wd Sd n ©ro pp Nin Px “nb hdinh vby ijidd nDDü np nn^ pp n'nnn di n^dh m rpäDD U\1J) DN ’blix'l N"N DlpD INDp NlNX 'ui iv'nn dsdh N'N'^D 1'NDN Moi» (Mittheklung von H. Z. Michael in Hamburg). Es 51

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