Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1843
- Issue
- 50 (12.12.1843)
- Article
- Jakob Trigland's Abhandlung über die Sekte der Karäer
- Date
- 1843-12-12
- Page
- Spalte 795-796 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/8555529-9897774-9897979-2371162--3333-2371194- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
79S 79k Lit. Analck'ten. Poetische Kleinigkeiten. Das Gerichtshaus war damals nicht erfahren genug, und R. Josef bestimmter: Das Synedrium bestand aus Sadducäerm Daß mir diesem Namen die Karäer in den Disputationen der Rabbinen bezeichnet werdenhaben wir oben dargetharu Diese befolgten nämlich bei einer solchen lebendigen Verbrennung das Gesetz Moses und die Gewohnheit, die Sadducäer würden bei ihrer Epikureischen Gesinnung die unzüchtige Lust nicht so sehr gehaßt haben, und gesetzt auch, daß sie es gethan hätten, so wäre es nur schrecklich und unglaublichdaß die gottlose Gesinnung Epikurs, da doch die, welche sie hegten, nach Josephus (Antiquitt. 18, 2) die Minderzahl bildeten, einmal in der jüdischen Kirche und der ehrwürdigen Rathsversammlung bei allen Richtern ohne Ausnahme Platz gegriffen habe. Daß aber die Karäer einmal allein hier geherrscht haben zur Zeit des Johannes Hyrkanus und des Alexanders Jannäus, ist aus den jüdischen Historikern bekannt. So wird also Scribaet Pharisaei dasselbe bedeuten, was oftmals $ccql6ou,oi kcu 1SFo[unoi, bei Lukas (7, 30. 14, 3). Hierdurch wird Epiphanius gerechtfertigt, wenn er die Scribae als eine eigene Sekte unter dm Pharisäern anführt; wenn er sagt, daß sie mit den Sadducäern zu gleicher Zeit entstanden seien. Er schreibt ihnen eine u^ixvri GocpiGxinr] vcprjyrjöig (der Schrift) zuz dies paßt sehr gut zu dem, was die Rabbinen den Karäern vorwerfen, daß sienv^ nnVirOl sein. Doch steht allerdings Einiges bei Epiphanius in derselben Härese, was wir nicht verlheidigen und unter sich vereinigen können, weil es nicht auf die Scribae, von denen wir sprechen, sondern auf die pharisäischen Lehrer paßt; er muß also die beiden verschiedenen Bedeutungen dieses Namens nicht gehörig, gekannt haben, oder es muß ihm von einem Unkundigen berichtet worden sein. Zu Jeff 8, 14, wo es heißt, der Messias werde zu einem Anstoß gereichen den beiden Häusern Israels, bemerkt Hieronymus, daß die Nazaräer dies auf die Anhänger Schammai's und Hillel's beziehen, von denen die Scribae und die Pharisäer Herkommen. Unmöglich können hier unter den Scribis die pharisäischen Lehrer zn verstehen sein, sondern er meint die Scribae, von denen er bei Origenes gelesen hatte, und die aus der Schule Schammai's, nicht Hillel's hervorgegangen waren. Und so zeigt es sich, daß man schon damals einigermaaßen gewußt habe, was noch jetzt viele Gelehrte nicht wissen, daß wenigstens viele Karäer zum Vorsteher und Begünstiger ihrer Sekte den R. Schammai machen, sowie Hillel als Patron, der Pharisäer genannt wird. So sagt der Karäer Moses Beschszi in dem Manuskript öVltanBo: DWpn UM 'üb Dunrii ...... uh nni wüw mo \vym dhidd irp vH rtH) jpin T)ü fap. Wenn nun Josephus.die Pharisäer aus sehr alter Zeit ableitet, so muß man bedenken, daß Hillel mehr als ein Jahrhundert bevor Josephus dies schrieb, geblüht hat, und daß, da es verschiedene Grade der Haresen gibt, die Stärke der Pharisäer erst unter Hillel begonnen hat, nachdem längst der Anfang vorhanden, war. (Fortsetzung folgt.) Literarische Aualekten. Poetische Kleimgkeite«, gesammelt von Leopold Dukes« I. TDJID no'jty '■). Von Salomo Bonfid. * ipL'2 p’ b'22N O’rp : üb b'swo "E DJJpS N2 D'N^„ 1]Np Np t nPi.ft d^j) Dieses geistreiche Gedichtchen findet sich in dem bereits öfters von uns angeführten n*?UD, im Besitz des Hrn. Maier Lehren in Amsterdam. Dieser Autor fehlt bei -Wolf. Wir haben bei Gelegenheit der Uebersendung eines Gedichts von Jbn Gabirol für den Orient (Das in unseren Händen ist. Red.) etwas Näheres über diesen Autor mitgetheklt. Bartolocci (IV. S.370. Nr. 1703) erwähnt Einen dieses Namens, jedoch sind Beide nicht identisch. -pdP Vien rpn 2L'N bb)y : 33 Pjp 22 irnno j'N * “V’jj 7>2'^' nNpj no . : 22-32'$n nipp ni'n njä Ebendaselbst von ebendemselben. II. Zehuda da Modena. ' 'msin by_ jipN 'iN'LNp Pp ]?p : npNi N2 esp , pa ypsb '3 12 np’lN Pm rPHnp 2NN : nnP -frag ny dhn Dp to opi 'S 1-12“ 313 jN 12 033N IN sir-'N : 2 nio rns nsri ( npp jn D3N Aus einer Sammlung von Gedichten, die früher im Besitz des Herrn M. I. B resse lau in Hamburg war und jetzt sich bei dem Herrn I. Michael in genannter Stadt befindet. III. - ynn n&njp pmn d-n; 2- (,1 2 p2 ynn1 ngb ' 2bri (2 ntcsi toppn : 2“k N2j n:na2 12 Hinter dem DDDnn nionta abgcdruckt. Der Verfasser ist nicht genannt. In einer Handschrift des Tarschifch von Mose Jbn Esra, welche Herr Munk in Paris uns zum Geschenk machte, befindet sich diese Strophe 1) Im Pariser Ms. HD« 2) Im Pariser Ms. p)V2>,