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Der Orient · 1843-12-12 · Heft 50 (12.12.1843) · p. Seite 395

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Journal
Der Orient
Volume
4 (1843)
Issue
Heft 50 (12.12.1843)
Article
Frankfurt a. M.: Motivirte Anklagen gegen Hrn. Lehren ...
Date
1843-12-12
Page
Seite 395 (sequence 2)
Language
German
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- 395 - ginaldokumentsü Wir fanden somit unsere schon früher ausgesprochenen Verdacht bestätigt, daß alle palästinensischen Umlaufschceiben und Lehren'sche Panegyriken rc. auf gleiche Weise nichts anders als eben — holländisch es Fabrikat wären. Wir besitzen ein Dokument, in welchem solches mit deutlichen Worten vorgebracht wird: nyi WD3 nim« (* n^tfirrv by n^nD lrmoi 3^33 D'pnmi m mp^ nmipon m pmnt> nw nfcnnn mtod T^n bw nwipon w sbw iniy tsrnn p8i, prrb )b i3nDnnb iiddi lmnspi by pra üb& by n^ro üb& ib pwo om, ym m". Wir wenden uns nunmehr zur Hauptsache und legen Hrn. Lehren nachfolgende Fragen zur Beantwortung vor: I. Mit welchem Rechte und i n wessen Auftrag haben Sie, Hr. Lehren, Ihren Einfluß dahin geltend zu machen gewußt, daß der frühere dritte und nachmalige erste Rabb. der portug. Gemeinde'in I e r u f. der greise Chacham-Baschi pP83) R. Iehuda Nab on, nachdem dieser nach dem Ableben des ersten Rabbiners zu dessen Nachfolger gewählt worden, seine bereits angetretene Stelle, in Folge Ihrer I n t r L g u e n, einem gewissen G a g i n übergeben mußte, und als er sich dessen weigerte, gefesselt nach Konstantin opel geführt wurde, wo er sich nur durch eine Abdikationsakte seine Freiheit wieder erkaufen konnte!? Wir besitzen hierüber ein offlcielles Dokument, ausgefertigt und unterzeichnet von den 13 Rabbinen und Vorstehern der port. Gemeinde (-fn8 D&y |\3D3), in welchem es heißt: ,/oy w HT, DTWDNW Tpsn ÜTrby IW ptf naififN ny n^pD bi nD3Dmi fy3nyb "ünwm vn **). Bei welchen Pekidim haben Sie angefragt und welche Fürsten haben Ihnen Vollmacht gegeben , sich in die Rabbinerwahl in Jerusalem zu mischen und einen bereits von der ganzen Gemeinde gewählten und anerkannten Rabbiner, weil er vielleicht Ihren Zwecken hinderlich war, gewaltthätig abzusetzen? Wie konnten Sie sich in dieser Sache als den Mandatar der Kontribuenten ausgeben, die nicht im Entferntesten einen Einfluß dieser Art ausüben wollen? Gemeinden Deutschlands, wenn ihr zuweilen bei der Wahl eurer Rabbineu über die Fähigkeiten der Kandidaten nicht zu entscheiden wagt, so wendet euch nur getrost an den *)'Es darf nicht übergangen werden, daß selbst Gag in in seinen Briefen an Hrn. Lehren sich desselben Ausdrucks bedient. In dem von Hrn. Lehren selbst verbreiteten Auszuge (Orient Nr. 48) lautet die Überschrift: „Dl H83p!? by nwns nmiaoi yin hdiq mnwn!" — **) Die Einsetzung des Vakils Pinzker war ebenso „mit Auftrag aller europäischen Fürsten" durchgesetzt worden — wie es in dem uns vorliegenden Briefe— Pin zkers an Hrn. Lehren ausdrücklich heißt, der russische Konsul habe ihn zum Vakil eingesetzt, „WM NO2 blü 3D80 b 83 p O mipd3 o^DJp b^yiy'n nm tun,, — "Unsn-pn 8 O 8 3'8 *>313:1 Sollte dies etwa einen bessern Namen als Betrug verdienen? — europäischen Quasi-Nasi! Ist er auch nicht fähig, in den talmudischen und philosophischen Wissenschaften eine Stimme abzugeben, so besitzt er doch durch eine chasidäische Inspiration die Divmationsgabe, zu wissen, was den entferntesten Gemeinden frommt. — So schrieb dieser Mann, er, y-p k1?-] p33 HD8p *>80, vor noch nicht langer Zeit unaufgefordert an die einflußreichsten Wähler einer großen überseeischen Gemeinde, daß sie ihre Stimme einem bekannten gelehrten Rabbiner Deutschlands nicht geben sollten, weil — horribil-e die tu — der Bruder desselben das Bartscheeren am ^"»3N für erlaubt halte!! — Doch genug hiervon; Deutschland und England kennen ihre Götzen — wir haben es jetzt mit Palästina zu thun. IL Wir besitzen eine Originalzuschrift der aschkenasischen Gemeinde von Jerusalem an Hrn. Lehren, vidimirt von den diesseits bekannten, in Jerusalem wohnenden Deutschen R. Joseph Schwarz und R. Eleazar Bergmann (Zelle), worin die bittersten Klagen ücer die tyrannische Amtsführung der berüchtigten Lehren'schen Agenten R. Israel und seines Schwiegersohns I. Pinzker vorgebracht werden, die gegen den einstimmigen Willen der Gemeinde von Hrn. L. an die Stelle des allgemein geachteten und beliebten R. Abr. Salomon eingesetzt worben. In diesem Schreiben finden wir die uns auch von anderer Seite zugekommene und bereits veröffentlichte Klage bestätigt, daß der in Beirut wohnende Isaak Alifandri, derselbe „uneigennützige Mann", der von allen ihm zur Verkeilung überwiesenen Spenden l § Spesen anrechnet, alle Briefe, die von und nach Palästina kommen, mittelst Bestechung eines türkischen Postbeamten sich zu verschaffen weiß, solche erbricht, worauf dieselben, wenn sie irgend Andeutungen über die gesetzwidrigen Maaßregeln der Lehren'schen Agenten oder sonstige Klagen enthalten, entweder vernichtet, oder wenn es vom Nutzen scheint, dem heiligen, frommen Hrn. Lehren zugeschickt werden. Hr. Lehren selbst gesteht in einem uns vorliegenden eigenhändigen Schreiben an Hrn. I. M. Kulp d. d. 17. Elul 5602, daß ihm, aber nur zweimal, solche aufgefangene, erbrochene Briese zugekommen seien, ohne jedoch selbst hierzu Veranlassung haben zu wollen. Die betreffende Stelle in erwähntem Bittschreiben lautet: TUl IL bo 13130D -\m UYirtf» IJ'-N-I bl3 HDD’NV, bjb Tnn dn by Dpi o’bmn Toym mm uom .'ui "U’csb niM3i nobinn qaroDn Der erwähnte R. L. Bergmann schrieb eigenhändig unter diese unberücksichtigt gebliebene Zuschrift: „w8N ano aaoi^i quiji -m naa ab, 'ui Vipa pan ^ip nv N'M' n"io rurun m nnn nab ab nW pm nyü bijb uyaty ihn pjja rrojn duo jw uu^jn rwui ."hd »psnn U’jqq ntyjnn by mnb Dnnan In gleichem Sinne schrieb R. Joseph Schwarz: ~inym rmin bp ywbo nbsa pab am DJn„ pN “indh 'n ins jyob, rutmpn uru 50*

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