Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1843
- Issue
- 49 (5.12.1843)
- Article
- Probe aus einer nächstens zu erscheinenden hebräischen Synonymik
- Date
- 1843-12-05
- Page
- Spalte 781-782 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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78 L Probe aus einer hebt. Synonymik. 782 gen haben sie mich beinahe völlig aufgcrieben. ~iy Dfttw Crib (H- Sam. 22, 38) unermüdet arbeiten, alle seine Kräfte anstrengen, bis den besiegten Feind man gänzlich aufgerieben, daß er nie wieder zu erstehen vermag. Vergl. II. Ehr. 8, 8. Die Phrase den Garaus machen, gehört nicht hierher, weil diese so wie die verw. und "TO&Tl das Vernichten und zu Grunde richten von Seiten der Lhat, die in dieser Nr. ausgenommen aber von Seiten ihrer Folgen bezeichnen, dah. jene in eine bes. Nummer (144) gesetzt wurden. c) “Prpri Grundbdtng von “in"3 wegraffen, ergreifen xtso-r (icu, vergl. *1^—ifltt/ wo wir diese Bdtng. durch Analogie gesichert haben; bezeichnet das völlige Unsichtbarmachen, hebt aber bes. den Umstand hervor, daß dies mit der größten Leichtigkeit und einem Minimum von Anstrengung und Zeitverlust geschehe, gleichsam wegraffen, als: pHNH |D (Exod. 9, 15) hätte ich nicht einen andern Zweck vor Augen, dich zu vernichten wäre mir ein Leichtes gewesen — ich hätte nur meine strafende Hand ausgestreckt, auf dich und dein Volke sie niedersinken (affen — und verschwunden wärest du von der Erde hinweg. ♦ * UD D1TOJ1 xb (Pst 83, 5) kommt! wir machen uns gegen Israel auf, ohne Mühe und Anstrengung vernichten wir sie auf ewig aus der Völkerreihe, daß auch ihr Name nie mehr erwähnt werde, n1?^! ♦♦♦-inm (ll. Ehr. 32, 21) vom Engel Gottes der im Lager der Affyrer in einer einzigen Nacht 1,850,000 Mann tödtete, in wenigen . Augenblicken Unzählige dahinraffte. In diesem Sinne oft vom Vernichten Iehova's, daß er nämlich im Nu und ohne die geringste Anstrengung vernichten kann, und oft vernichtet. Exod. 23, 23. 1. Neg. 13, 34. .]i'b i'npN 3. Bezeichnen den Uebergang vom Sein zum Nichtsein; weichen in ihren eng. Bezeichnungen hierin von einander ab. a) pHSiS: eig. nur das Verschwinden, der Untergang, wie es scheint, mit dem Nebenbgr. der Schnelligkeit, als: rjDDW fett (Est. 8, 6) wie könnte ich geduldig ansehen das Verschwinden meines Volkes, wie mit einem Male sie alle hingemacht werden! Da nämlich an einem Tag alle Juden umzubringen, Haman verordnet hatte. Vgl. ibid. 9, 4. Dann übertragen und oft in der Poesie gebraucht für Hölle, die schnell verzehrt, die im Nu schwinden macht, s. Pf. 80, 12. Prv. 15, 11. Job. 28, 22. u. a. Im neuen Testamente (Joh. 9, 11) wird ein verderbender Engel des Abgrundes AßadScQv=AjtollvcQv=ltixtQi'n\uiaiis genannt. b) das mit bes. Nachdrucke und bes. Heftigkeit sich äußernde Verderben, als: * * pYl ppio (Ies. 10, 22) tief eindringend in das Verderben, wildflurhend die Gerechtigkeit, Alles rafft sie unwiderstehlich hin □’vpy “ (Dtr. 28, 65) das Verderben und starke Ruiniren der Augen durch allzuvieles Sehen oder Weinen. 3*o /pii’n Vf'sn „rns 4. An einer Handlung Gefallen oder doch kein Missallcn finden und diese thun wollen, ist der alle Wgr. dieser Synon., welche in ihren eng. Bezeichnungen hierin von einander abweichen: a) ppN Grundbdtng: wünschen, begehren, vgl. / 3N DJ arab.; syr. sanskr. bav; griech. ev (wünschenswerth); lat. ave«; im Sprach gebrauche zwar nur „einwilligen", aber mit Beibehaltung der Grundbdtng, nämlich das zu thun wünschen, was ein Anderer von uns begehrt, mit ganzem Herzen, aus vollem Willen in sein Begehren stimmen; größtentheils mit dem negativen th konstr. (worüber unter Nr. 215. lit. b) mit Ausnahme von Ies. 1, 19. cny'DW'l 13NF) CN wenn ihr willig 'gehorcht, mit ganzem Herzen in meinen Befehlen stimmen und diese mit Lust und Liebe erfüllen wollt, dann genießt allen Segen ihr; und Lob. 38, 9. 1D13N ]b ON -]~Dp an rCJOIl, wird er dir völlig dienen, vom Herzen einwilligen, dein Diener zu sein, ruhig bei deiner Krippe lange bleiben? ebenfalls auf Antrieb eines Andern Etwas thun wollen, schließt aber blos das gezwungene Handeln aus, indem es nur bezeichnet, daß man die Sache freiwillig, obzwar auf Antrieb und Aufforderung eines Andern, aber nicht daß man es willig thun, als: 33^8 MO hzHi (Ex. 2, 21.) Moses willigte in dem Begehren des midianitischen Priesters, bei demselben zu verbleiben. Vgl. Iud. 17, 11. II. Neg. 5, 23. ' ‘ ‘ O ‘ b IDN’l HDJ K1? rab (] Sam. 17, 39.) er wollte anfangs wirklich gewaffnec ausziehen, wie der König es wünschte; (denn er hatte sich hierin noch nicht versucht und glaubte kaum, daß es ihm so schwer fallen werde, da er sich doch Heldenkraft und Geschicklichkeit zutrauete , sagte aber dann zum König, daß trotz seines besten Willen es ihm unmöglich sei, dem Wunsche des Königs Genüge zu feisten. (Job. 6, 9) wenn doch Gott in meinen Wunsch stimmen und mich zermalmen wollte! O 133) (Job. 6, 28.) habt doch die Gefälligkeit, mir euere Aufmerksamkeit zuzuwenden, erfüllet doch diesen meinen Wunsch! *p21 nnyi (,l Sam. 7, 29; willige doch in mein Begehren, dem Hause deines treuen Dieners immer deinen Segen angedeihen zu lassen. (Fortsetzung folgt.)